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23.06.2012

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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FDP: Köln vergrault seine Kreativen

Dr. Ulrich Wackerhagen
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Dr. Ulrich Wackerhagen
Wackerhagen: In Kulturpolitik fehlen verlässliche, belastbare Rahmenbedingungen und persönliches Vertrauensverhältnis mit handelnden Personen
Ulrich Wackerhagen, Kulturpolitische Sprecher der Kölner FDP-Fraktion, erklärt:

„Die FDP ist entsetzt, dass die Stadt dem Intendanten Uwe Eric Laufenberg den Laufpass gibt. Es ist unstreitig, dass Uwe Eric Laufenberg einer der erfolgreichsten Operintendanten in Europa ist. Die Mitarbeiter stehen geschlossen hinter ihm. Das Publikum liegt ihm zu Füßen. Es ist verantwortungslos, Laufenberg laufen zu lassen! Der dadurch eintretende Schaden ist für die Kulturstadt Köln unabsehbar.

Die Stadt Köln scheint nicht in der Lage zu sein, ihren erfolgreichen Spitzenkräften ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem eine von Anerkennung und Respekt getragene Zusammenarbeit gedeiht. Nach der Kündigung durch Schauspielintendantin Karin Beier, Museumsdirektor Andreas Blühm und dem angekündigten Weggang von Gürzenich Kapellmeister Markus Stenz nun die fristlose Kündigung des Opernintendanten, der das Haus in der schwierigen Interimszeit von einer gefeierten Premiere zur nächsten führte.

Erneut hat sich gezeigt, dass die handelnden Personen aus Politik und Verwaltung konfliktunfähig sind und ihre eigene Macht und Reputation über die Interessen der Kulturstadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger stellen.

Eine Lösung im Gespräch wäre jederzeit möglich gewesen. Deshalb hat die FDP im Kulturausschuss und im Rat mehrfach die Einrichtung eines Runden Tisches bzw. eine Schlichtung gefordert. Diesen Weg lehnte die Rot/Grüne Ratsmehrheit bewusst ab, auch mit dem Argument, es läge kein Wirtschaftsplan für die Bühnen vor.

Dieser liegt allerdings seit Wochen bei der Kämmerin und gehört offensichtlich zur Verhandlungsmasse des noch ausstehenden Haushaltsplans 2012. Ebenfalls fehlt ein Bekenntnis der rot-grünen Ratsmehrheit, wie sie sich die Weiterführung von Schauspiel und Oper in den nächsten Jahren vorstellt. Nun sollen erst einmal 250 Mio. Euro ausgegeben werden, um die beiden Häusern zu sanieren. Ein Konzept, mit dem die Bühnen über die Grenzen der Stadt hinaus weiterhin Strahlkraft entfalten können, gib es aber nicht.

Statt Schaden von der Stadt abzuwenden und im Rahmen der vom Deutschen Bühnenverein angebotenen und von ihrem Geschäftsführer Rolf Bolwin erfolgreich begonnenen Schlichtung ein Einvernehmen über die weitere Zusammenarbeit herzustellen, wird Laufenberg entlassen.

Oberbürgermeister Roters trifft eine besondere Verantwortung, da er dem Intendanten große Versprechungen gemacht hat, u.a. seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2018 zu verlängern und den Vertrag des künftigen Schauspielintendanten Stefan Bachmann anzupassen.

Es muss in Erinnerung gerufen werden, dass Uwe Eric Laufenberg am 20.04.2012 Oberbürgermeister Roters und Kulturdezernent Quander seine Vertragsauflösung zum 31.08.2013 ohne Zahlung einer Abfindung angeboten hat. Die Auflösungsvereinbarung sollte am 24.04.2012 um 12.00 Uhr, eine Stunde vor der Pressekonferenz, in der Intendant und Kulturdezernent gemeinsam den Spielplan der Oper 2012/2013 vorstellen wollten, unterzeichnet werden. Dieser Termin wurde vom Kulturdezernenten abgesagt.

In jedem Fall steht fest, dass sich die Stadt nicht nur bundesweit, sondern auch europaweit blamiert hat. Der gefeierte Intendant, der trotz Interim mit einer konstanten Platzausnutzung von 90 % und einer Steigerung der Erlöse aus Kartenverkäufen in dieser Spielzeit um 400.000 € über der Planzahl seine außerordentlichen künstlerischen Befähigungen unter Beweis gestellt hat, soll nun aus der Stadt vertrieben werden.“


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