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12.06.2018

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Sterck: Autofahrer auf Ringen werden schikaniert

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FDP will Verkehrsraum sinnvoll nutzen
Die Arbeiten zur Umwandlung einer Fahrspur auf den Ringen zu einem Radfahrstreifen haben begonnen. Die Liberalen lehnen diese Maßnahme ab. Der Vorsitzende der FDP-Fraktion und Verkehrspolitische Sprecher Ralph Sterck erklärt dazu:

„Die Förderung des Radverkehrs ist Ziel des – nie von einem demokratisch legitimierten Gremium beschlossenen – Konzeptes ‚Köln Mobil 2025‘. Bisherigen Autofahrerinnen und Autofahrern sollen Alternativangebote für ihre Mobilitätsbedürfnisse angeboten werden. Aber bis eine spürbare Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs erreicht ist, muss der knappe Verkehrsraum möglichst optimal ausgenutzt werden.

Da es Wetterlagen, Tages- und Jahreszeiten gibt, in denen die Nachfrage an Radverkehrsflächen heute und in näherer Zukunft das Angebot einer ganzen Fahrspur nicht rechtfertigt und der Autoverkehr in diesen Zeiten meist stärker ausfällt, macht zunächst die Schaffung einer Radfahrschutzspur Sinn, die eine Nutzung durch den motorisierten Individualverkehr bei Bedarf erlaubt, wenn kein Radfahrer sie nutzt.

Fahrabstellanlagen werden auch in Bereichen in bisherigen Parkbuchten errichtet, wenn auf den Fußgängerwegen ausreichend viel Platz und keine Außengastronomie vorhanden ist. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum bestehende Fahrradständer, die heute unbehelligt zwischen Bäumen platziert sind, mit Gewalt die davor liegenden Stellplätze belegen sollen.

Übergebühr massive Eingriffe, die zu Stauerscheinungen und Parksuchverkehr mit ihren ökonomischen und ökologischen Belastungen führen, gehören vermieden. Sonst kommt es im Sinne des ADAC-Monitors ‚Mobil in der Stadt’ zu einer unnötigen Verschärfung des Klimas zwischen Rad- und Autofahrern, weil motorisierte Verkehrsteilnehmerinnen und
-teilnehmer den Eindruck haben, aus ideologischen Gründen schikaniert zu werden.

Sollte die Bezirksvertretung Innenstadt die Umwandlung der Wälle zwischen Thürmchens- und Severinswall in eine Fahrradstraße ganz oder teilweise beschließen, so sollen die Maßnahmen des Radverkehrskonzepts Ringe für die betroffenen Bereiche rückgängig gemacht werden, da bei dem begrenzten Verkehrsraum in der Kölner Innenstadt eine derart platzaufwendige Doppelstruktur nicht vertretbar wäre.“


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