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11.03.2011

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Hochhaus am Waidmarkt kommt weg

Das Hochhaus neben St. Georg
Das Hochhaus neben St. Georg
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Das Hochhaus neben St. Georg
Sterck: Höhenkonzept braucht „Besserungsklausel“

Das Hochhaus des ehemaligen Polizeipräsidiums am Waidmarkt kommt weg. Für dieses Verhandlungsergebnis zwischen der Stadt Köln und dem Investor hat sich Baudezernent Bernd Streitberger die politische Rückendeckung der vier großen Ratsfraktionen geholt. Dazu erklärt FDP-Fraktionschef Ralph Sterck:

„Das ist eine gute Nachricht für das Kölner Stadtbild. Es ist einer der größten Erfolge meiner bisherigen politischen Tätigkeit, dass der Investor einlenkt, diesen Hochhausaltbau vis-à-vis St. Georg abreißt und durch einen siebengeschossigen, städtebaulich wesentlich verträglicheren Neubau ersetzt.

Dass der Bauherr dafür einen Flächenausgleich bekommt, war immer mein Angebot. An der Nord-Süd-Fahrt gibt es ein zusätzliches Geschoss und an den Bächen wird die Häuserfront im Übergang vom Neubauriegel zum entfallenden Hochhausstandort begradigt. Aus meiner Sicht zwei vertretbare Zugeständnisse.

Sicher bin ich nach meinem Einsatz für den Hochhauskranz in Deutz unverdächtig, etwas gegen Hochhäuser zu haben. Aber jeder Ort bedarf einer individuellen Beurteilung. Und nirgends in Köln bedrängt ein Hochhaus eine romanische Kirche so wie hier. Dabei ist St. Georg auch noch die kleinste Kirche dieser Epoche.

Bereits vor dem Wettbewerb im Jahre 2006 habe ich den Abriss des Hochhauses gefordert. Und im Protokoll der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 08.02.2007 heißt es: „Ratsmitglied Sterck bedauert für die FDP-Fraktion, dass es nicht gelungen sei, das bestehende Hochhaus zu überplanen.“

Dass es nicht direkt zur Überplanung des Hochhauses gekommen ist, lag an der aufgeheizten Diskussion um das Höhenkonzept zwischen Interessengruppen, rot-grüner Ratsmehrheit und Investor. Letzterem wurden keine Zugeständnisse an anderer Stelle gemacht, so dass er auf den Bestandsschutz pochte.

Der von der FDP initiierte und mit den anderen demokratischen Fraktionen erfolgreich verhandelte Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 27.01.2011 brachte dann den Durchbruch. Es wurde der nötige Druck aufgebaut, den Investor zum Einlenken und zur Aufgabe seiner bisherigen Neubaupläne zu bringen.

Diese Umplanung und der Verzicht auf den 100%igen Wiederaufbau des Hochhauses sind ohne Schadensersatzansprüche seitens des Bauherrn gelungen. Das ist ein Verhandlungserfolg für den Baudezernenten Bernd Streitberger, dem ich für seinen aktuellen Einsatz in dieser Sache ausdrücklich danken möchte.

Doch die Sache hätte auch schiefgehen können. Daher muss als Lehre aus diesem wechselhaften Prozess das Höhenkonzept mit einer „Besserungsklausel“ versehen werden: wenn ein Investor einen massiven städtebaulichen Missstand beseitigen will, sind ihm gegenüber Zugeständnisse bei der Höhe erlaubt.

Die Diskussion über die Nachnutzung bestehender Hochhäuser wird weitergehen, wie das ehemalige Lufthansahochhaus in Deutz zeigt. Hier muss die Stadt verhandlungsbereit sein. Sonst bekommen wir Schadflecken wie das WDR-Archivhaus oder das Fernmeldehochhaus die nächsten 100 Jahre nicht aus dem Stadtbild.

Außerdem brauchen wir einen Stadtbildfonds, um Investitionen in das Stadtbild bezahlen zu können. Dass heißt, dass Geld angespart werden muss, um z.B. im Sinne des Masterplans die ehemalige Wehmeyer-Passage an der Schildergasse abzureißen oder den inneren Grüngürtel im Süden an den Rhein zu führen.“


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