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14.02.2010

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NRW-Karneval im belgischen Exil

Hans Stein
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Leben, Liebe, Lust und Durst

Von Renate Kohl-Wachter und Friederike Gänsslen

Viel Gelegenheit zum Feiern gibt es für Narren in Brüssel nicht. Umso begehrter sind in der fünften Jahreszeit die limitierten Eintrittskarten beim Karneval der NRW-Vertretung in der Rue Montoyer. Auch dieses Jahr wieder sorgten Tanzmusik und Heizlüfter für menschliche Wärme im Exil.

Es waren vielleicht eine Idee weniger Engel unterwegs als in den vergangenen Jahren. Die Teufel-Fraktion schien bei der 4. Weiberfastnacht 2010 in Brüssel zahlenmäßig deutlich stärker. Doch war es schwer, im Gewoge der fastnächtlich ausgelassenen und zur Polonaise verhakten Menge den Überblick zu behalten. Hunderte von frisch aus dem Büro gekommenen und trotzdem phantasievoll verkleideten Jecken drängten sich im Erdgeschoss der NRW-Vertretung an Garderobe und Rote-Nasen-Ausgabestelle vorbei.

Überhaupt hatte das Nordrhein-Westfalen-Team unter Leiter Hans-Hermann Stein die ganze Organisation im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich optimiert: Der Bon-Umtausch klappte wie am Schnürchen. Drinnen, wo es nur zu trinken gab, war trotz großen Andrangs die Kölschversorgung immer gesichert. Auch beim Essenfassen im Festzelt im Innenhof der NRW-Vertretung blieben die Schlangen überschaubar. Wiener Würstchen, Frikadellen, Nudelsalat, belegte Brote – obwohl das Motto „Karneval goes Europe“ hieß, aß man deutsch.

Wehe, wenn sie losgelassen

„Das ganze Jahr über sind sie eher steif und korrekt“, ließ sich eine lila gewandete Afrikanerin auf Französisch von ihrer Freundin aufklären, „so sieht es aus, wenn sie einmal ausflippen.“ Sie meinte damit nicht nur die Fußball-Fans, die inbrünstig „Mer stonn zo dir, FC Kölle“ mitsangen, sondern auch Mönche, die mit Hexen tanzten. Körperteile, die als pars pro toto herumspazierten. Aristokraten aus dem Ancien Régime, die unter Puderperücken schwitzten. Bauarbeiter. Dirndl-Decolletés, die zu „Solang wir noch am Leben sind“ zitterten. Venezianische Masken. Dominas. Wichtel. Sogar grüne Chirurgen und eine schwarze Burka.

Der Preis für das originellste Kostüm des Abends ging jedoch an Jürgen den Vampir, einen Kommissionsbeamten, der sich von seinem 8jährigen Sohn hatte zurecht schminken lassen.

Ein heißer Anwärter für den Preis wäre wohl auch Gert Jauernig gewesen. Der Chargé de Presse der nahe gelegenen Baden-Württembergischen Botschaft hatte sich zur Feier des Tages in eine sperrige Umlaufmappe (“Eilt!“) des Stuttgarter Staatsministeriums gequetscht, die ihn ziemlich manövrierunfähig machte. Wesentlich agiler, wenn auch etwas grau, wirkte da ein Gerade-eben-EU-Kommissar Günther H. Oettinger aus Pappkarton, der begleitet wurde von einem Gerade-eben-Ministerpräsidenten Stefan Mappus (in Farbe). Oettinger beantwortete die Fragen des belgieninfo.net in sehr anständigem Englisch und stellte seinen Nachfolger in Stuttgart vor: „Stefan Mappus ist ein sehr wichtiger Mann. Merken Sie ihn sich.“ Der Stefan Mappus-Karton sagte nicht viel. Und schon gar nicht auf Hochdeutsch.

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