Köln kann mehr
alle Meldungen »

14.11.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Anschub fürs Clouth-Gelände

Ratssaal
Bild vergrößern
Ratssaal
Ratssaal
Bild verkleinern
Ratssaal
Rats-Beschluss zum Nippeser Werksgelände

Eine privatrechtliche Gesellschaft soll die Entwicklung des Areals vorantreiben.

Von Matthias Pesch

Es soll endlich vorangehen auf dem Clouth-Gelände: Der Rat hat die Verwaltung gestern einstimmig aufgefordert, die Gründung einer Projektentwicklungsgesellschaft vorzubereiten. Eine solche privatrechtlich organisierte Gesellschaft, die im Eigentum der Stadt bleibt, soll nach dem Willen der Politik Erschließung, Entwicklung und Vermarktung des etwa 25 Hektar großen ehemaligen Clouth-Werksgeländes vorantreiben. "Wir brauchen Professionalität", forderte Karl Jürgen Klipper (CDU), "und dafür wird die Gesellschaft ein geeignetes Mittel sein."

Auf dem bereits vor sieben Jahren von der Stadt gekauften Gelände soll ein Wohnviertel "mit ergänzender, nicht störender gewerblicher Nutzung" entstehen, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Grünen und FDP, dem der gesamte Rat zustimmte. Die denkmalgeschützten Hallen sollen in die Entwicklung einbezogen, der Fortbestand der vorhandenen Künstlerateliers soll sichergestellt werden. Etwa drei Viertel der Fläche sind demnach für Wohnungen vorgesehen, 25 Prozent für Gewerbe. Mindestens 20 Pro- zent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert sein.

Für die SPD ist nach den Worten von Eva Bürgermeister die neue Gesellschaft nur die "ultima ratio". Die Sozialdemokraten hätten es lieber gesehen, wenn das Vorhaben von qualifizierten Fachleuten aus der Verwaltung umgesetzt worden wäre. Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz betonte, dass sich an den politischen Zielen für das Areal nichts geändert habe, "aber wir hoffen, dass es jetzt schneller geht".

FDP-Fraktionschef Ralph Sterck wertet die beabsichtigte Gesellschafts-Gründung dagegen als "schallende Ohrfeige für den Oberbürgermeister und die zuständigen Dezernenten". Der Ratsbeschluss sei "ein Misstrauensvotum, dass die Politik der Verwaltung nicht zutraut, mit dem Projekt fertig zu werden". Es wäre laut Sterck fatal für den Standort Köln, wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck entstünde, derartige städtebauliche Projekte würden "nicht wegen, sondern trotz der Politik des Stadtvorstandes" realisiert.

Nach den Vorstellungen des Rates soll das Personal für die Gesellschaft durch eine externe Ausschreibung gewonnen werden. Die Grundstücke sollen europaweit ausgeschrieben werden, "so dass unterschiedliche Investoren zum Zuge kommen können".


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Stadtentwicklung.

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

Aktuelle Highlights

Do., 28.04.2016 Bonotel war Fehlinvestition von Anfang an Hoyer: Standort für Wohnungen nutzen
Zu der Feststellung der Verwaltung, dass die gesamten Trinkwasserleitungen im Bonotel für 1,5 Millionen Euro ausgetauscht werden müssen, ... mehr
Mo., 25.04.2016 Übergriffe an Silvester FDP-Chef Lindner fordert: Die Wahrheit muss auf den Tisch! Christian Lindner, MdL
Die Recherchen des Express zu den Erkenntnissen der Landesregierung nach den massenhaften Übergriffen in der Silvesternacht haben die ... mehr
Di., 19.04.2016 Houben: Verkehrsverlagerung durch Sperrung der Zülpicher Straße FDP kritisiert Straßensperrung im Uni-Viertel Reinhard Houben, MdR
Die Zülpicher Straße zwischen der Neustadt und Sülz ist im Bereich der Universität für den Autoverkehr gesperrt worden. ... mehr

Termin-Highlights

EINLADUNG ZUM SPARGELESSEN Im Clubhaus „Kölner Ruderverein von 1877“ Am Freitag, 20.05.2016, 19.30 Uhr Unser Ehrengast: Prof. Dr. ...mehr

Sa., 21.05.2016, 15:00 Uhr
DFB-Pokalfinalspiel der Frauen
Bettina Houben
Sehr geehrte Damen und Herren, seit der Premiere im Jahr 2010 sind wir als FDP und Liberale Frauen Köln in jedem Jahr mit vielen ...mehr
Marcel Hafke, MdL
Veranstaltung zur Gründerkultur am 23.05. um 19 Uhr in Hörsaal G der Uni Köln Die LHG in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung. ...mehr

Politik-Highlights

Katja Hoyer, MdR
Rede der Stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Katja Hoyer, zur Fortsetzung der Planungen für ein ...mehr
Ulrich Breite, MdR
Laudatio zur Übergabe des Friedrich-Jacobs-Preises 2015 an die Sportjugend Köln für das Angebot Mitternachtssport Lieber Herr ...mehr
Henriette Reker
Freie Demokraten unterstützen unabhängige und parteilose Kandidatin Die Kölnerinnen und Kölner wählen eine neue ...mehr

alle Videos »

Videothek

Friedrich-Jacobs-Preisverleihung 2015