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29.06.2012

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Erinnerungen an Jan Brügelmann

Jan Brügelmann
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Jan Brügelmann
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Jan Brügelmann
Rede von Ralph Sterck anlässlich der Trauerfeier zum Tode von Altbürgermeister Jan Brügelmann

Verehrte Frau Brügelmann,
liebe Familie Brügelmann,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
liebe Freunde von Jan Brügelmann,

Jan Brügelmann wurde zunächst Mitglied der Gesamtdeutschen Volkspartei von Gustav Heinemann und erst durch die Begegnung mit dem späteren Bürgermeister Friedrich Jacobs fand er den Weg in die FDP.

Ich erinnere mich, dass er es war, der 1975 den Vorschlag machte, einen Teil des römischen Nordtores vor dem Dom wieder aufzubauen, das beim Bau der dortigen Tiefgarage gefunden wurde.

Ich erinnere mich an seinen Vorschlag, das Museum für Ostasiatische Kunst am Aachener Weiher zu bauen.

Ich erinnere mich an sein Wahlplakat zur KölnWahl 1979, das ihn mit Walter Scheel beim Kölschtrinken im Sion zeigte.

Ich erinnere mich, dass in meiner mehr als 30-jährigen Mitgliedschaft bei den Kölner Liberalen Jan Brügelmann immer schon da war.

Ich erinnere mich, dass er von 1979 bis 1984 Bürgermeister der Stadt Köln war.

Ich erinnere mich, dass er die Verhinderung einer unnützen Verbreiterung eines Radweges zur Rettung des Hauses und der Stallungen eines Schäfers und seiner Herde als das beeindruckenste Erlebnis dieser Zeit bezeichnet hat.

Ich erinnere mich, dass ich lange vor meiner Zeit im Rat auswärtigen Gästen das Brügelmann-Haus in der Altstadt als hervorragendes Beispiel für erfolgreiche Stadtentwicklung gezeigt habe.

Ich erinnere mich an die Übernahme des stellvertretenden Kreisvorsitzes der Kölner FDP im Tandem mit dem damaligen Vorsitzenden Werner Hoyer.

Ich erinnere mich an die Mitgliederversammlungen der Freunde des Kölnischen Stadtmuseums zunächst mit Werner Schäfke, später dann mit Mario Kramp und Stephan Perthel und dass in den 40 Jahren seines Vorsitzes fünf Millionen Euro eingeworben wurden.

Ich erinnere mich, dass er mal während einer Prinzenproklamation, die ihm zu wenig kölsch vorkam, lautstark Ostermann-Lieder angestimmt haben soll.

Ich erinnere mich an die Abendessen des Großen Senats im Hansasaal der Historischen Rathauses, bei denen der Unterstützungsscheck zunächst von Jan Brügelmann, später von Patrick Adenauer an den Festkomiteepräsidenten Hans-Horst Engels und später Markus Ritterbach übergeben wurden.

Ich erinnere mich, dass bei einem dieser Essen mit Oberbürgermeister Norbert Burger die Idee entstand, ein neues Ratssilber zu stiften.

Ich erinnere mich an sein Engagement für das Kölner Karnevalsmuseum.

Ich erinnere mich an seine Kommentierungen der Karnevalszüge zusammen mit Manfred Hübner im WDR-Fernsehen.

Ich erinnere mich an die Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1993.

Ich erinner mich, dass er als Kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion die Reihe der Liberalen Kulturforen erfunden hat, die es heute noch gibt.

Ich erinnere mich an den Firmenschriftzug Brügelmann über dem Firmengebäude an der Brügelmannstraße in Deutz, der weit sichtbar über der Auffahrt der Zoobrücke thront.

Ich erinnere mich an seinen achtzigsten Geburtstag, bei dem Oberbürgermeister Fritz Schramma ihn mit den sechs K’s Köln, Karneval, Kommunalpolitik, Kaufmann, Kultur und Kirche beschrieb.

Ich erinnere mich an seinen vielleicht berühmtestes Zitat „Das Leben besteht aus mehr als Arbeit und Geldverdienen, man muss einer Sache, den Bürgern der Stadt dienen.“

Ich erinnere mich an sein Engagement für den Golfsport als Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft, als Vorsitzender des Marienburger Golf-Clubs, als Präsident und später Ehrenpräsident des Deutschen Golf-Verbandes und Präsident des Europäischen Golf-Verbandes, der sich zugute hielt, Golf zu einem Breitensport gemacht und einem Golfprofi wie Bernhard Langer zum Durchbruch verholfen zu haben.

Ich erinnere mich an die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Kölner Liberalen an ihn im Jahre 1998 durch Wolfgang Gerhardt.

Ich erinnere mich, dass er bei einem Herrenessen im Stadtmuseum den Vorschlag gemacht hat, den Kölnerinnen und Kölnern kostenlose Museumsbesuche zu gewähren.

Ich erinnere, dass bei der Aufzählung seines jahrelangen ehrenamtlichen Engagements auch die Evangelische Kirche des Rheinlandes, der Zentral-Dombau-Verein, das Haus des Waldes und der Tierschutzverein auftauchten.

Ich erinnere mich, dass er den Botanischen Garten und die Flora als seinen Favoriten unter den Plätzen in Köln bezeichnet hat.

Ich erinnere mich an das Mittagessen auf Einladung von Paul Bauwens-Adenauer im Marienburger Golf-Club anlässlich seines 90. Geburtstages.

Ich erinnere mich, dass die FDP-Fraktion ihm zu seinem 90. einen erstmaligen Besuch im RheinEnergie-Stadion bescherte.

Ich erinnere mich, dass er eigentlich unsere Fraktion noch mal auf einen Kaffee zu sich nach Hause einladen wollte.

Ich erinnere mich, dass er die Wiedereröffnung des Historischen Archivs der Stadt Köln gerne noch erlebt hätte.

Ich erinnere mich an sein letztes Schreiben an mich von vor sechs Wochen, in dem er sich für die Via Sacra eingesetzt hat.

Ich erinnere mich, dass Karl-Heinz Daniel mich letzte Woche angesprochen hat, er habe mit Jan Brügelmann telefoniert: es ginge ihm gar nicht gut.

Ich erinnere mich an den Anruf von Hanns Schaefer in dieser Woche, der Jan Brügelmann als wahren Herrn bezeichnet hat.

Er war ein großer Sohn unserer Stadt, ein wahrer Liberaler, der nicht nach dem Staat gerufen hat, sondern immer selber geschaut hat, was er für die Gesellschaft tun kann. Wir werden ihn und seine Ideale in unserem Köpfen und Herzen bewahren.

Ich sage tausend Dank Jan Brügelmann.

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