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27.09.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Symposium für Haus der jüdischen Kultur

Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
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Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
Sterck: Nebenräume im Haus Kutz reduzieren Baukörper

„Das Projekt wird auf der freien Fläche am Rathaus realisiert“, bekräftigt FDP-Fraktionschef Ralph Sterck die liberale Position anlässlich des heutigen Symposiums zu Inhalt und Zielen des geplanten Hauses und Museums der jüdischen Kultur. Bereits im letzten Herbst hatte ein Expertenhearing diesen Standort favorisiert und die Stadt gebeten, zu einem Folgetreffen für die inhaltlichen Fragen einzuladen. Dem ist Kulturdezernentin Marie Hüllenkremer nun nachgekommen und hat ins benachbarte Wallraf-Richartz-Museum eingeladen.

Die Stadtverwaltung hatte nach dem von der FDP initiierten einstimmigen Beschluss des Rates vom Februar 2000 bereits vor knapp einem Jahr Fachleute für Städtebau, Architektur und Kultur eingeladen, um über mögliche Standorte für das Projekt zu diskutieren. Die übrigen vorgeschlagenen Standorte schieden jedoch im Laufe der Veranstaltung schnell “als zweite und dritte Wahl“ aus, wie Sterck die Diskussion im Anschluss zusammenfasste.

Nachdem bereits klar war, dass durch einen reduzierten Raumbedarf der Einrichtung nur zwei Drittel des Trümmergrundstückes am Rathaus bebaut werden müssten, schlägt Sterck nun vor, den Platzbedarf durch die Auslagerung von Nebenräumen wie Verwaltung und Vortragsraum in einen kulturell genutzten Nachfolgebau für das Haus Kutz weiter zu reduzieren. Die Auslagerung von Nebenräumen in das Haus Kutz ermöglichten einen noch kleineren Baukörper. „Wir verlieren eine auswuchernde Fläche zwischen Rathauslaube und Gülichplatz, doch wir gewinnen zwei neue Plätze: Einen intimen Rathausplatz, der die Renaissancelaube des Rathauses wieder in seiner Vorkriegsform fasst, und einen Platz vor dem neuen Wallraf-Richartz-Museum“, schwärmt Sterck.

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP von 1999 hatten die Partner festgelegt, dass beim Bau eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur „der Standort am Rathaus mit der unterirdischen Ausgrabungszone erste Priorität“ habe. Sterck erwartet nun von der Verwaltung entsprechend des gefassten Ratsbeschlusses, den zuständigen Gremien eine Beschlussvorlage mit diesem Standortvorschlag zu unterbreiten, die Erstellung eines Masterplanes und die Vorbereitung eines hochkarätig besetzten Architekturwettbewerbes. Parallel müsse die Fördergesellschaft die nötigen Mittel für dieses ohne städtischen Zuschuss zu finanzierende Projekt zusammenbekommen.

Alle Experten seien sich einig, dass es eine in Europa einmalige Chance sei, dass aus den im Boden versteckten Grundmauern des mittelalterlichen Judenviertels dieser neue Ort der Begegnung wachsen könne. „Abgerundet werden soll das kulturelle Angebot durch die unterirdische Ausgrabungszone, die die Besucher auf eine Reise durch die zweitausendjährige Geschichte Kölns einladen wird“, freut sich Sterck.


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