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12.12.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Der "Eiserne Rhein" bleibt ungewiss

Christof Rasche, MdL
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Christof Rasche, MdL
Neuer Masterplan für den Schienenverkehr sieht die Verbindung zwischen Ruhrgebiet und Antwerpen nicht vor

Von Günther M. Wiedemann

Düsseldorf - Großer Bahnhof in der Staatskanzlei: Einen "Masterplan" für den Ausbau der Schienen-Infrastruktur werden heute Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und die Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (Bund) und Oliver Wittke (NRW) unterzeichnen. Man habe sich auf "einen umfassenden Ausbau" verständigt, meldete die Landesregierung vorab.

Doch der "Eiserne Rhein", die von nahezu allen Verkehrspolitikern für absolut dringend erachtete neue Güterzug-Verbindung zwischen Antwerpen und NRW, kommt in dem Masterplan nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" überhaupt nicht vor. Verabredet ist dagegen die Sanierung der Bahnhöfe in Duisburg und Dortmund.

Auch beim "Rhein-Ruhr-Express" (RRX), dem geplanten neuen Nahverkehrsmittel durch das Ruhrgebiet bis nach Köln, ist man dem Vernehmen nach etwas weitergekommen. "Wir waren hier noch nie so weit wie jetzt", sagte FDP-Verkehrsexperte Christof Rasche dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Denn seit Ende November gebe es einen Haushaltsvermerk des Bundestages, wonach die höheren Maut-Einnahmen für den RRX und den neuen Bahnhof in Stuttgart eingesetzt werden sollen.

Düster sieht es dagegen beim "Eisernen Rhein" aus. Ohne eine bessere Güterzug-Anbindung des Antwerpener Hafens an das Ruhrgebiet droht auf den Autobahnen ein Verkehrskollaps, urteilt Horst Becker, Verkehrsexperte der Grünen. Rasche und Verkehrsminister Wittke (CDU) sehen dies ähnlich. "Es muss eine leistungsfähige Strecke sein, das heißt sie muss doppelgleisig und elektrifiziert sein", fordert Rasche. Deshalb mache die diskutierte Wiederbelebung der alten Trasse keinen Sinn, denn die gehe durch ein Naturschutzgebiet, das untertunnelt werden müsse, was nur eingleisig machbar sei. Rasche setzt wie Wittke auf einen Neubau entlang der Autobahn 52.

Doch hier geraten Belgier und Niederländer wegen der Kostenverteilung aneinander. Ende November hieß es deshalb bei den Nachbarn, es laufe wohl auf die Wiederbelebung der historischen Route hinaus. Damit steht Wittke nach Ansicht Beckers mit seinen A-52-Konzept "auf dem Abstellgleis". Der Minister habe seine Idee mit einem "Riesentheater angekündigt", stehe aber nun mit leeren Händen da.

Rasche ist auch skeptisch, sieht aber noch Chancen. Um sie zu realisieren, fordert er die Gründung einer europäischen Infrastruktur-Gesellschaft für das Projekt entlang der Autobahn. Dann seien Planung und Finanzierung in einer Hand. Die Streitigkeiten zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland ließen sich so überwinden. Rasche: "In den nächsten sechs Monaten entscheidet es sich, ob der Eiserne Rhein kommt oder ob er nicht kommt."

Verkehrspolitiker in Düsseldorf machen für die derzeitige Lage auch die Bahn mitverantwortlich. Die habe "kein Interesse" an dieser Güterzug-Verbindung, heißt es. Die Bahn wolle vielmehr die Betuwe-Linie von Rotterdam nach Duisburg "als Monopolstrecke betreiben".


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