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08.02.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Mit Alternsforschung will Köln an die Spitze

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Max-Planck-Institut und Uni-Forschungszentrum CECAD bündeln ihre Kräfte

Von Eveline Kracht

Bei der Erforschung von Alterserkrankungen wie Krebs, Arteriosklerose und Diabetes möchte Köln bald international in der "ersten Liga" spielen. Forscher und Ärzte der Universität, des Uni-Klinikums sowie des Max-Planck-Instituts für die Biologie des Alterns werden eng kooperieren, um die molekularen Mechanismen des Alterungsprozesses zu verstehen und daraus nach Möglichkeit therapeutische Konzepte zu entwickeln.

Zu diesem Zweck soll in den nächsten fünf Jahren auf dem Uni-Campus nicht nur das neue Max-Planck-Institut entstehen, sondern außerdem das universitäre Forschungszentrum "CECAD Cologne", das im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern jährlich mit über sechs Millionen Euro gefördert wird.

Damit die nötige Infrastruktur für den - angesichts der Altersentwicklung - herausragend wichtigen Forschungsbereich sobald wie möglich steht, wird bis Ende des Jahres zwischen Universität und Uni-Klinik bereits ein provisorisches Gebäude errichtet. Es bietet Platz für 6500 Tierställe und 1250 Quadratmeter Laborfläche. Zur Finanzierung stellt das Land zusätzliche elf Millionen Euro bereit, wie NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart gestern Abend bei der Vorstellung von CECAD ankündigte. "Wir wollen, dass die besten Wissenschaftler auch unter den besten Bedingungen forschen können", so der Minister.

Einen "großen Erfolg" nannte Uni-Rektor Professor Dr. Axel Freimuth das künftige "Leuchtturmprojekt" für die Region. Die Lebenswissenschaften seien seit langem Forschungsschwerpunkt an der Uni, die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizinern und Naturwissenschaftlern einzigartig in Deutschland. Die ganze Stadt profitiere von der Exzellenz-Forschung, so auch OB Fritz Schramma.

Die gemeinsame Zielsetzung der Wissenschaftler ist klar: "Ein gesundes, längeres Leben zu ermöglichen", wie CECAD-Sprecher Professor Dr. Jens Brüning sagt. Neueste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass die Gene nicht nur die Lebenserwartung regulieren, sondern auch das Auftreten einer Vielzahl von altersassoziierten Erkrankungen.

Mit der Anschubfinanzierung von Bund und Ländern für die nächsten fünf Jahre will das Forschungszentrum CECAD sechs Arbeitsgruppen und zwei neue Lehrstühle etablieren. Außerdem ist ein Zentrum für Alternsstudien geplant. Grünes Licht von Land und Bund für das rund 100 Millionen Euro teure Gebäude mit 10 000 Quadratmetern Nutzfläche erwartet der Uni-Rektor in Kürze. Es soll an der Joseph-Stelzmann-Straße errichtet werden. In unmittelbarer Nähe wird das Max-Planck-Institut gebaut, dessen Ansiedlung das Land mit fast 30 Millionen Euro unterstützt.

Als Standort für das neue MPI sei die Wahl auf Köln gefallen, weil die Universität über exzellente Wissenschaftler und Forschungsvoraussetzungen verfüge, unterstrich der Vize-Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Dr. Herbert Jäckle. Überzeugt habe außerdem, dass die Spitze der Universität einschließlich Fakultäten und Dekanaten "echt auf unsere Bedürfnisse eingegangen ist." Jäckle: "Wir sind sehr sicher, dass wir international so platziert sein werden, dass viele Wissenschaftler nach Köln kommen, um das Neueste über die Alternsforschung zu erfahren."

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