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18.01.2008

Kölnische Rundschau

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Hickhack um Fan-Fest geht weiter

RheinEnergie-Stadion
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RheinEnergie-Stadion
Public Viewing: Schauen Kölner am Ende in die Röhre?

Von Jan Wördenweber

Manchmal muss man dahin gehen, wo es wehtut. Alte Fußballerweisheit. Im Sportausschuss sollte gestern nach monatelanger Suche und Diskussion über einen Standort für öffentliche Live-Übertragungen während der Fußball-EM abgestimmt werden. Auch die Politik war davon ausgegangen, dass sie sich zwischen dem Rheinenergie-Stadion und dem zuletzt erneut ins Spiel gebrachten Barmer Viertel entscheiden sollte - falls sie denn für "Public Viewing" ist. Doch im Vorschlag der Verwaltung gab es nur zwei Möglichkeiten: entweder Stadion oder gar kein Fan-Fest.

Gleichwohl informierte Sportdezernentin Dr. Agnes Klein den Ausschuss darüber, dass nach einer erneuten Prüfung das Barmer Viertel wieder eine Alternative sei: "Polizei und Feuerwehr haben ihre einstigen Sicherheitsbedenken ad acta gelegt." Wie die Rundschau bereits berichtete, könnte die Stadt mit 105 000 Euro in Vorleistung gehen, um etwa 7000 Quadratmeter Fläche mit Splitt zu befestigen. Danach muss ein Veranstalter gefunden werden, der die weiteren Kosten trägt und die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt. Bislang jedoch, so die Verwaltung, ist kein Veranstalter in Sicht.

Nach lebhafter Diskussion wurde die Beschlussvorlage ohne Votum in die nächsten Ausschüsse verwiesen. Doch die Fronten sind nun geklärt: SPD und Grüne plädierten für das Barmer Viertel. Public Viewing im Stadion sei wegen der Kosten von etwa 640 000 Euro zu teuer. Auch wird kritisiert, dass die Mittel aus den Töpfen der Sportförderung genommen werden. Ebenso warnte Stadtsportbund-Vorsitzender Volker Staufert davor, ein Fan-Fest zulasten des Breitensports zu finanzieren.

Die CDU will weiterhin ein Fan-Fest in der Altstadt. Betroffene Anwohner haben bereits ihre Anwälte in Stellung gebracht, um rund um Heumarkt und Alter Markt ihre Ruhe zu haben. Als Alternative sieht die CDU das Stadion. Auch die FDP favorisiert die Altstadt, könnte sich aber auch mit dem Stadion anfreunden, wenn die Kosten durch einige Euro Eintritt gedeckt werden. Fortsetzung folgt. Oder: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.


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