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14.01.2008

Express, Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau

Pressespiegel

FDP gegen nächtliche Urlaubsflüge

Ralph Sterck, Michael Garvens und Reinhard Houben vor einer Fokker Dr.I
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Ralph Sterck, Michael Garvens und Reinhard Houben vor einer Fokker Dr.I
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Ralph Sterck, Michael Garvens und Reinhard Houben vor einer Fokker Dr.I
Garvens mit Spitzen im Gepäck

Der Express, der Kölner Stadt-Anzeiger und die Kölnische Rundschau berichten heute über das Dreikönigstreffen der Kölner Liberalen.


Express
FDP kritisiert Stadtentwicklung

Beim gestrigen Dreikönigsempfang der FDP im Luftfahrtmuseum Butzweilerhof kritisierten Fraktionschef Ralph Sterck und Parteichef Reinhard Houben die Stadtentwicklung von Dezernent Bernd Streitberger (CDU): "Er will bewusst auf Leuchtturmprojekte verzichten", so Sterck. "Dabei kommen dann solche Sachen wie die Neubauplanung des Breslauer Platzes heraus - ohne herausragende Architektur, ohne Esprit." Beim Empfang ging auch Gastredner, Flughafenchef Michael Garvens, auf die Kölner Politik ein.


Bremst kölsches Jeföhl den Fortschritt?

Von Axel Hill und Inge Wozelka

„Et hät noch immer jot jejange“ – Artikel 3 des Kölschen Grundgesetzes, ein in Worte gemeißeltes kölsches Jeföhl.

Und die nahm IHK-Präsident Paul Bauwens-Adenauer in seiner Rede bei seinem Neujahrsempfang aufs Korn. Er bescheinigte den Kölnern und Rheinländern „eine gewisse Ehrgeizlosigkeit“ im Umgang mit den Problemen der Stadt. Dies habe „mit einem Phlegma“ zu tun, also einer allgemeinen geistigen und körperlichen Trägheit.

Und auch Flughafenchef Michael Garvens blies beim „Dreikönigstreffen“ der FDP am Sonntag ins gleiche Horn. „Innovation und Fortschritt gehören nicht unbedingt zum Wesenskern des Rheinländers“, erklärte er da.

Toleranz, Gelassenheit, auch das gerühmte „kölsche Hätz“ – all dies wissen auch die kölschen Wirtschaftsbosse zu schätzen. Ford-Chef Bernhard Mattes sagt: „Rheinische, zumal Kölsche Lebensart, hat eben zwei Seiten: „Manchmal mangelt es zwar bei Entscheidungen an der norddeutschen Klarheit und dem notwendigen Tempo. Doch augenzwinkernd kann man feststellen: Bisher sind die Kölschen mit ihrer Gelassenheit meist gut gefahren. Ob das allerdings im Zeitalter der Globalisierung noch ausreicht…“.

Herbert Marner, Vorsitzender der Kölnmesse meint, das kölsche Grundgesetz stehe für gesunden Optimismus. „Und es ist ein sympathisches Markenzeichen, an dem wir getrost festhalten sollten. Es darf aber nicht die Grundlage des wirtschaftlichen Handels in unserer Stadt sein. Mit Ehrgeiz und Optimismus haben wir das Messegelände komplett neu gestaltet – Grundstein für eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Köln bleibt ehrgeizig. Ein guter Schuss Optimismus wird da auch in Zukunft nicht schaden.“

In seiner Kritik an der „Kölschen Mentalität“ meint IHK-Präsident Bauwens-Adenauer, hier in Köln schmücke man sich gerne mit etwas, man besinge es auch gern – „aber Mühe darf es keine kosten“. Und hat dafür Beispiele parat: „Das Erscheinungsbild der Stadt. Da klagt jeder, aber ändert macht was. Auch beim Opernhaus: Das hat man 50 Jahre lang verkommen lassen. Wenn jetzt hunderte Millionen in das Haus gesteckt werden, dann müssen wir jetzt daraus eine richtig dicke Nummer machen.“

In dieselbe Richtung denkt Flughafen-Chef Michael Garvens: „Kaum auszudenken, wie diese Stadt aussähe, wenn sie sich nicht immer wieder in Selbstzufriedenheit ausbremsen würde.“ Er sagt aber auch: „Köln ist einer der lebenswertesten Orte auf diesem Globus.“ Der Rheinländer sei ein widersprüchliches Wesen. Am wohlsten fühle er sich, wenn alles beim alten bleibe.


Kölner Stadt-Anzeiger
FDP gegen nächtliche Urlaubsflüge

Flughafenchef Michael Garvens verkündete die historische Nachricht an historischer Stätte: "Deutlich über zehn Millionen Passagiere" hätten 2007 ihre Reise in Wahn begonnen oder beendet, die Fluggastzahl habe sich in den zurückliegenden fünf Jahren damit verdoppelt, sagte Garvens am Sonntag auf dem Dreikönigstreffen der FDP. Die Liberalen hatten zu der Veranstaltung in die ehemalige Abflughalle des Butzweilerhofs eingeladen. "Die Erfolgsstory", die Köln erlebe, sei "einmalig in der deutschen Flughafenlandschaft". Garvens forderte die Landesregierung auf, die Nachtflugregelung ohne Einschränkung zu verlängern.

Kritisch äußerte er sich über den seiner Auffassung nach unzureichenden internationalen Bekanntheitsgrad Kölns. Die Stadt müsse mehr Geld in ihre Außendarstellung investieren. So verfüge das Unternehmen Köln-Tourismus über ein jährliches Budget von nur drei Millionen Euro; seine Heimatstadt Hamburg dagegen gebe elf Millionen Euro aus. FDP-Vorsitzender Reinhard Houben sagte Garvens Unterstützung zu. Allerdings sei nicht einzusehen, warum ein Ferienflieger nach Mallorca um 1.30 Uhr nachts starten sollte. "Das muss nicht sein", sagte Houben. Ein weiterer Programmpunkt war die Ehrung der Jubilare. Allen voran wurde Helmuth Bentz für seine 60-jährige Mitgliedschaft gewürdigt. (adm)


Kölnische Rundschau
Garvens mit Spitzen im Gepäck

Michael Garvens war leicht irritiert. Rote Fahnen wehten auf dem Gelände des Butzweilerhof. "Bin ich hier auf der falschen Veranstaltung?", fragte sich der Flughafenchef. Nicht die SPD, sondern die FDP hatte ihn schließlich zum Neujahrsempfang geladen. Er war richtig, einzig die Beflaggung (Sparkasse KölnBonn) stimmte farblich nicht.

In der "Wiege der zivilen Luftfahrt in Köln" referierte Garvens über den Wirtschaftsfaktor Flughafen ("Wir sind auf Augenhöhe mit dem Konkurrenten in Düsseldorf"), hatte aber auch einige Spitzen im Gepäck. Köln zähle zu den "lebens- und liebenswertesten Städten", nur das wisse außerhalb Europas kaum jemand. Und so forderte er: "Man muss sich die Außendarstellung mehr kosten lassen." Zudem seien Leuchtturmprojekte rar. Der Flughafenchef setzt große Hoffnungen auf den Masterplan von Albert Speer. Und die Entscheider dürften nicht nur mäkeln, sondern müssten etwas tun, nach dem Motto "Liebe deine Stadt". Die Antwort der Gastgeber: "Es kommt darauf an, die politische Mehrheit zu ändern." (stn)

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