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15.06.2004

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Verbindungen Münster-Frankfurt zur Not ohne DB

Dietmar Brockes, MdL
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Dietmar Brockes, MdL
Brockes: Deutsche Bahn strategisch neben der Spur

Die FDP-Landtagsfraktion hat die Ausdünnung der ICE-Verbindungen zwischen Münster und Frankfurt am Main zum 13. Juni als „unternehmerisch unsinnig und verkehrspolitisch verheerend“ kritisiert. Mit dem sogenannten kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag streicht die Deutsche Bahn AG die überwiegende Zahl der erst im Dezember 2002 eingerichteten Express-Verbindungen zwischen Westfalen, der Rhein/Ruhr-Region und dem Rhein/Main-Gebiet. Die Maßnahme ist unbegründet und unverständlich: Die Verbindungen hatten sich etabliert und galten als gut ausgelastet.

Der bahnpolitische Sprecher der FDP, Dietmar Brockes, sagte heute in Düsseldorf, das Unternehmen liege strategisch vollends neben der Spur. „Die Preisreform verpatzt, die Streckenstrategie gescheitert: Die Bahn betreibt die Rückverlagerung des Verkehrs von der Schiene auf die Straße mit offensichtlich ungebrochener Energie.

Der Wegfall der schnellen Verbindungen zwischen Münster, Duisburg, Düsseldorf, Köln und Frankfurt verweist Pendler und Geschäftsreisende auf langsamere, zu Stoßzeiten oft ohnehin volle Züge – und zwingt sie letztlich, andere Verkehrsmittel zu nutzen.“ Besonders befremdlich sei die Einstellung der Verbindungen schon nach anderthalb Jahren.

Brockes: „Mit ihrem unberechenbaren Hü-Hott setzt die Bahn einmal mehr das Vertrauen der Verbraucher und die Kooperationsbereitschaft ihrer kommunalen Partner aufs Spiel. Diese Unstetigkeit ist inakzeptabel.“

Der Bahnexperte betonte, die FDP wolle die Verbindungen zwischen Münster und Frankfurt auf dem bisherigen Stand erhalten – zur Not ohne die Bahn: „Die Menschen sind die Marotten des Monopolisten leid. Wenn die Bahn nicht will, müssen andere dürfen: Die attraktiven Verbindungen zwischen Westfalen, der Rhein/Ruhr-Region und dem Rhein/Main-Gebiet fänden zweifelsohne private Betreiber.“

Dies lehrt nach Brockes Worten: „Die Trennung von Netz und Betrieb bei der Bahn ist längst überfällig. An die Stelle der Willkür eines muss der Wettbewerb vieler Unternehmen auf der Schiene treten. Nur so wird die Schiene zur attraktiven Alternative im Mix der Verkehrsträger.“ Brockes weiter: „Solange sich Rot-Grün einer wirklichen Bahnstrukturreform an Herz und Nieren verweigert, bleibt eine ganzheitliche Verkehrspolitik leeres Gerede.“


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