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22.02.2016

FDP-Landtagsfraktion NRW

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Gebauer: FDP fordert Bund-Länder-Programm zur digitalen Bildung

Yvonne Gebauer, MdL
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Digitale Bildung
Deutschland schneidet im internationalen Vergleich bei der digitalen Bildung unterdurchschnittlich ab. Und im Vergleich der Bundesländer erreicht Nordrhein-Westfalen nur Mittelmaß. „Trotz einiger Leuchttürme herrscht an vielen Schulen noch digitale Tristesse. Wir müssen beste Bildung – und dazu zählt die digitale Bildung – endlich als gesamtgesellschaftliche, also auch gesamtstaatliche Aufgabe begreifen“, fordert die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer. Es brauche ein Bund-Länder-Programm zur umfassenden digitalen Ausstattung der Schulen, gleichzeitig müssten die Länder ein Fortbildungsprogramm auflegen.

ICILS-Studie und der „Schule digital – Der Länderindikator 2015“ bescheinigen Deutschland und Nordrhein-Westfalen dringenden Nachholbedarf im Bereich der digitalen Bildung. Sowohl die Ausstattung vieler Schulen von WLAN über Software bis zu Tablets als auch qualitative Fortbildungsangebote sind unzureichend. Das bescheinigen nicht nur wissenschaftliche Studien, sondern auch Befragungen von Lehrkräften.

„Viele Lehrkräfte wollen, aber viel zu oft können sie aufgrund der kargen Bedingungen nicht“, erklärt Gebauer. Dabei sei die Nutzung digitaler Technik kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck. Es gehe darum, Chancen zu ergreifen und junge Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben in einer digital geprägten Lebenswelt vorzubereiten. „Deutschland erreicht bei den digitalen Kompetenzen eine zu geringe Leistungsspitze. Gleichzeitig warnen Wissenschaftler inzwischen bereits vor „digitalen Analphabeten“, weil viele Schülerinnen und Schüler nur unterste Kompetenzstufen erreichen“, warnt die Schulexpertin der FDP-Fraktion.

Wenn Deutschland den Anschluss an die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts nicht verpassen will, bedarf es statt des bisherigen Klein-Kleins endlich eines großen gesamtstaatlichen Wurfs. Die FDP fordert daher, dass der Bund sich mit den Ländern auf ein Sonderprogramm zur digitalen Infrastruktur an Schulen verständigen muss. In den nächsten fünf Jahren sollen insgesamt 1.000 Euro pro Schüler in die Ausstattung der Schulen mit moderner Technik fließen. Gleichzeitig müssen sich die Länder im Gegenzug verpflichten, die Lehrkräfte umfassend qualitativ fortzubilden.

„Wenn die Große Koalition auf Bundesebene gemeinsam Initiativen beschließt, in denen eine Stärkung der digitalen Bildung gefordert wird, müssen CDU und SPD auch rechtlich und finanziell den Weg dafür frei machen, dass der Bund sich an dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe beteiligt“, fordert Gebauer.

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