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06.02.2007

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Breite: Rodenkirchener Bad darf nicht sterben

Ulrich Breite, MdL
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Ulrich Breite, MdL
Im Sinne des Schul- und Vereinssports erhalten

Rede von Ulrich Breite, MdR, Fraktionsgeschäftsführer der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, zur von den Liberalen beantragten Aktuellen Stunde in der Ratssitzung am 6. Februar 2007


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren.

Seit dem 2. Februar ist es amtlich, das Schwimmbad in Rodenkirchen soll alternativlos geschlossen werden. So hat es der Aufsichtsrat der KölnerBäder GmbH in seiner mittelfristigen Finanzplanung beschlossen. So hat es der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Bosbach von der SPD-Fraktion verkündet.

Waren alle im Aufsichtsrat vertretenen Fraktionen für die Schließung? Nein. Die interessierten Kölnerinnen und Kölner konnten in der Presse lesen, dass im Aufsichtsrat hart gerungen wurde. FDP und CDU sprachen sich für den Erhalt des Bades aus, SPD und Grüne waren dagegen. Auch damit ist amtlich: Rot-Grün schließt das Bad in Rodenkirchen.

Denn in der Tat ist es richtig, dass sich meine Fraktion für den Erhalt des Rodenkirchener Bades ausgesprochen hat und weiterhin für das einzig zentral gelegene Schwimmangebot in Rodenkirchen kämpfen wird.

Wir finden die Entscheidung umso bedauerlicher, da aller vier demokratischen Fraktionen gerade erst in den Haushaltsverhandlungen viel für den Kölner Sport umsetzen konnten und damit eine positive Botschaft für den Erhalt und Ausbau der Sportstadt Köln gesetzt wurde. Diese positive Botschaft verpufft nun, weil das Erreichte für den Kölner Sport im städtischen Haushalt nun mit dem Schließungsbeschluss von Rot-Grün wieder in Frage gestellt wird. Anstatt Freude in Köln, hagelt es nun Proteste und die heutige Aktuelle Stunde soll auch zu dienen, die richtigen Adressaten für den Protest zu benennen.

Die FDP-Fraktion steht zu einem mittelfristigen Bäderkonzept für die Stadt Köln, das städtische Schwimmangebote attraktiver gestaltet, das in neue Bäder investiert und mit interessanten zusätzlichen Angeboten bisherige Badegäste binden und neue Gäste hinzu gewinnen will. Dazu gehört ausdrücklich auch, dass neue Angebote bestehende Schwimmstätten ersetzen können. So wird mit der Eröffnung des Bades in Ossendorf das Bickendorfbad geschlossen, so macht das neue Schwimmangebot an der Lentstraße das Nippesbad überflüssig, auch wenn diese Wahrheit in Nippes schwer verdaulich ist und so kann die Erweiterung des Stadionbades dem Weidener Bad soviel Gäste abspenstig machen, das ein Betreiben nicht mehr sinnvoll ist.

Hier ist das Bäderkonzept schlüssig und findet unsere volle Zustimmung.

Doch wie ein Fremdkörper wirkt da im Bäderkonzept die Schließung des Hallenbades in Rodenkirchen. Ein Bad, das insbesondere für den Schul- und Vereinssport genutzt wird und bei dessen Schließung keine schlüssige Schwimmalternative angeboten wird.

Denn der Ausbau des Zollstockbades um ein weiteres Becken ist keine schlüssige Alternative, da es für die Rodenkirchener Bevölkerung, aber insbesondere für die Kinder und Jugendlichen schwer erreichbar ist. Diese langen Wege sind für Kinder und Jugendliche aus Rodenkirchen schlichtweg nicht zumutbar und Eltern haben da berechtigte Sorgen über die lange Wegstrecke.

Gänzlich unverständlich und von geringer Fachkenntnis zeugend ist jedoch, das Zollstocker Bad als Alternativstandort für den Schwimmvereinssport in Rodenkirchen (Turnverein Rodenkirchen 1898) auszuweisen. Für den Rodenkirchener Schwimmsport sehe ich dann ganz schwere Zeiten voraus.

Denn so richtig es ist, dass das Zollstockbad gerade noch in den Grenzen des Stadtbezirks Rodenkirchen liegt, so richtig ist es auch, dass das Zollstockbad Heimstatt des 1. Schwimmvereins Kölns ist, der keine Beziehung zu Rodenkirchen hat, jedoch der größte Schwimmverein Kölns ist, mit einem unersättlichen Hunger nach Wasserflächen und Bahnzeiten und einer Vorsitzenden mit einer Durchsetzungskraft eines Terminators. Ich prophezeie, da bleibt für den Rodenkirchener Schwimmsport beim Ausbau von Zollstock nur noch das Planschbecken übrig – wenn überhaupt.

Es ist eindeutig: Die Schließung des Bades in Rodenkirchen verstößt gegen den Geist des Bäder-Vertrages zwischen der Stadt und der KölnBäder.

Dort steht geschrieben: „Es ist das Ziel beider Vertragspartner, mit diesem Schritt die Möglichkeiten für eine an den Wünschen der Besucher orientierten Entwicklung der Bäder, hin zu modernen Sport- und Freizeiteinrichtungen, grundlegend zu verbessern.“

Und weiter: „Ebenso gilt es auch weiterhin, den Schul- und Vereinssport zu fördern. Die Gesellschafter sehen eine besondere Verpflichtung darin, durch die KölnBäder GmbH solche Bäderkapazitäten in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen, die den Belangen der einzelnen Zielgruppen gerecht werden.“

Im Geist des Bädervertrages rufe ich für meine Fraktion darum aus: Das Rodenkirchener Bad darf nicht sterben!


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Sportpolitik.

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