Köln kann mehr
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14.03.2009

FDP-Kreisverband Köln

Köln kann mehr in Bildung

Auszug aus dem KölnWahlprogramm 2009 „Köln kann mehr!“

Die nordrhein-westfälische Landesregierung mit den Fraktionen von CDU und FDP hat in der Bildungspolitik ein schweres rot-grünes Erbe übernommen. Gemeinsam mit der Landesregierung hat auch die Stadt Köln immer noch die Herkulesaufgabe vor sich, den Reformstau zügig zu beheben, damit keine weiteren Schülergenerationen unter dem Bildungsnotstand durch das Versagen von SPD und Grüne mehr zu leiden haben. Mit erheblichen Kraftanstrengungen, die auch den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern abverlangt werden, wird in NRW das Ziel verfolgt, das Schulniveau wieder an das obere Drittel der Bundesländer anzuheben.

Die Kölner FDP hat viel Verständnis für die Sorgen und Nöte der Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern, die aus diesen Kraftanstrengungen erwachsen. Damit die notwendigen Veränderungen herbeigeführt werden können, die ein höheres Bildungsniveau erforderlich machen, wird sich die Kölner FDP weiter an der (Neu-)Gestaltung der Kölner Bildungslandschaft aktiv beteiligen und diese bis zum Erreichen des Ziels begleiten. Die Stadt Köln trägt die Verantwortung dafür, wie sich die Orte der Bildung und der Zustand der Schulen, inklusive Sporthallen, durch die Ausstattung der Bauten und das Bereitstellen von Lehrmitteln (Ausstattung neuester Technologie) präsentieren.

Deshalb setzt sich die FDP in Köln im Rahmen einer Bildungsoffensive für die Umsetzung folgender Initiativen ein:

Attraktive Schulgebäude der Stadt Köln

• Alle in die Jahre gekommenen und maroden Schulgebäude sind unverzüglich zu sanieren. Dabei gilt es, ein besonderes Augenmerk auf die ebenfalls dringend notwendigen Sanierungen der sanitären Anlagen und der Sporteinrichtungen (sowohl Turnhallen als auch Außenplätze) zu richten.

• Alle mobilen, provisorischen Einheiten (Container) müssen zeitnah abgebaut werden. Gleichzeitig ist damit die Planung und Erstellung von Schulneu- bzw. Erweiterungsbauten unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und der Entstehung von Neubausiedlungen verbunden. Die Anschaffung von Containern darf nur immer eine "Notlösung" sein und als Provisorium nicht zur Dauernutzung eingesetzt werden.

Als Kommune ist Köln zuständig für die Infrastruktur der Bildungslandschaft und muss darin investieren, denn zu einem Schultag unserer Kinder von bis zu 8 Stunden gehört ein würdiges Umfeld. Dies ist die zentrale Aufgabe der Stadt für die kommenden Jahre.

Beste Ausstattung für alle Kölner Bildungseinrichtungen

• Nach einer notwendigen Bestandsaufnahme der Ausstattung Kölner Schulen muss die zeitnahe Anschaffung neuer Materialien an allen Kölner Schulen sowie eine Aufrüstung bzw. Umgestaltung der Fachräume und Fachlabore auf Grundlage der neuesten Technologie erfolgen. Bei der Bestellung von Schulmöbeln (Tische und Stühle) sind dringend ergonomische Maßstäbe anzusetzen.

• Mit Investitionen in neue Computer bzw. durch den Austausch veralteter Geräte soll allen Schülerinnen und Schülern an weiterführenden Schulen in Köln bis zum Jahr 2020 ein eigener Computerarbeitsplatz innerhalb des Klassenverbundes zur Verfügung stehen.

• Der Ausbau der Schulsozialarbeiterstellen an Kölner Schulen muss zügig vorange-trieben werden. Ziel ist, Grundschulen, vorrangig in sogenannten Brennpunkten, Förderschulen, weiterführenden Schulen und Berufskollegs einen Schulsozialarbeiter zur Verfügung zu stellen. In der Zusammenarbeit dieser Fachkräfte mit Schulpsychologen, Lehrern aber auch den Eltern sollen verhaltensauffällige Kinder erkannt, kontinuierlich begleitet und durch entsprechende Maßnahmen in ihrer Entwicklung unterstützt werden. So kann bereits im Grundschulalter beginnend eine umfassende Betreuung dieser Kinder im Rahmen des Schulbesuchs bereitgestellt werden.

• Der Ausbau bzw. die Fertigstellung von Schulmensen an Kölner Gymnasien und Realschulen muss vorangetrieben werden, damit eine Übermittagsversorgung, nicht nur im Rahmen von G8, flächendeckend in Köln gewährleistet ist.

Das Erreichen qualifizierter Abschlüsse erfordert bestmögliche Voraussetzungen. Schülerinnen und Schüler in unseren städtischen Schulen dürfen in Bezug auf die ihnen zur Verfügung zu stellenden Lernmittel nicht schlechter gestellt werden als Schülerinnen und Schüler an Kölner Privatschulen.

Förderung Kölner Schülerinnen und Schüler

• Der Aufbau eines Netzwerkes zum Ausbau der Kooperation von Schulen mit Hochschulen und städtischen Ämtern im Bereich der Begabten- und Hochbegabtenförderung ist in Köln dringend erforderlich. Die spezielle Förderung von begabten bzw. hochbegabten Kindern und Jugendlichen darf nicht weiter sporadisch betrieben und dem Zufall überlassen werden und muss bereits im Kindergarten ansetzen. Schon dort gilt es, außergewöhnliche Begabungen von Kindern frühzeitig zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Ein unbürokratisches Zusammenspiel aller Akteure ist gefragt, diesen Schülerinnen und Schülern ein umfangreiches und befriedigendes Angebot der Förderung wohnortnah bei den Grundschulen und an den weiterführenden Schulen innerhalb der Stadtgrenzen von Köln zur Verfügung zu stellen.
• Die Stadt muss zusätzliche Stellen für Schulpsychologen einrichten, damit die jetzige Anzahl von insgesamt 11 städtischen Psychologen erhöht und das Betreuungsverhältnis von einem Betreuer für 14.000 Schüler drastisch verbessert wird. Eine bedarfsgerechte und kontinuierliche Betreuung verhaltensauffälliger Jugendlicher verschafft der Schule als Bildungseinrichtung wieder mehr Zeit und Raum für ihre eigentlichen Aufgaben und dem Kind bzw. Jugendlichen einen konkreten Ansprechpartner sowie eine Stütze für seine Probleme. Gleichzeitig wird man sowohl dem Anspruch der Lehrer auf psychologische Beratung und Hilfestellung als auch dem der Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen durch die Bereitstellung zusätzlicher Schulpsychologen gerecht.

• Das Angebot an Plätzen in Förder-, integrativen Grund- und weiterführenden Schulen muss an die Bedürfnisse der Eltern bzw. deren Kinder mit einer Behinderung angepasst und entsprechend beibehalten bzw. ausgebaut werden. Dabei muss die bestmögliche Förderung des Kindes im Vordergrund stehen.

• Die regionale Wirtschaft, das Handwerk sowie andere Organisationen sollen als Mentoren gewonnen werden, um als solche eine verstärkte Zusammenarbeit in Hinblick auf den jeweiligen Abschluss der Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen zu leisten. Durch eine frühzeitige Begleitung der Schulen durch ortsansässige Betriebe soll eine Win-Win-Situation für die Beteiligten entstehen.

• Die schnelle Erreichbarkeit von Bibliotheken muss im gesamten Stadtgebiet gewährleistet sein. Daher muss eine Stadtbibliothek pro Stadtbezirk erhalten bleiben. In das Netz von Bibliotheken sind auch Einrichtungen in den Schulen oder von Trägern wie den Kirchengemeinden stärker zu integrieren. Darüber hinaus ist das Angebot an Bibliotheksbussen auszuweiten.

• Die Kooperation von Schule und Jugendhilfe muss in den kommenden Jahren weiter verbessert werden. Schulische und außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche dürfen nicht in Parallelstrukturen existieren, sondern müssen sich im Rahmen der Betreuung der Schülerinnen und Schüler am Nachmittag ergänzen.

Auch für die nachfolgenden Eckpunkte werden wir uns als FDP in Zukunft einsetzen, so dass die jetzt jungen, heranwachsenden Menschen Lebensbedingungen in Köln vorfinden, die sie dazu ermuntern, auch nach Abschluss ihrer schulischen Laufbahn bzw. Ausbildung Kölner Bürgerinnen bzw. Kölner Bürger zu sein, die sich in ihrer Stadt gut aufgehoben und wohl fühlen:

• Investitionen in die soziale Infrastruktur für Studierende wie die Schaffung eines ausreichenden und bezahlbaren Wohnraumangebotes.

• Gemeinsames Engagement der Stadt und seiner Bürgerschaft, um die besten Lehrkräfte für Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen nach Köln zu holen und vor Ort zu halten.

• Individuelle Berufs- und Studienberatung an jeder weiterführenden Schule.

• Schuldenberatung durch Externe für Schülerinnen und Schüler, um in der heutigen Zeit nicht schon in jungen Jahren in die Schuldenfalle zu geraten.

• Abschaffung der Zweitwohnungssteuer, da diese Steuer Lehrkräfte und Studierende für den Wissenschaftsstandort Köln abschreckt.

• Nachrüsten aller nicht barrierefreien Kölner Schulen und Bildungseinrichtungen mit Hilfe einer Prioritätenliste.

• Weitere Vereinfachung und Ausgestaltung des Übergangs zwischen Schule und Beruf. Hierzu gehört auch die Einführung eines generellen Kompetenzfeststellungsverfahrens für alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse.

• Errichtung einer Europa-Grundschule sowie weiterer bilingualer Grundschulen, damit Köln als weltoffene Stadt und Heimat von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus unseren angrenzenden Nachbarstaaten ein entsprechendes Angebot nicht nur für deren Kinder vorhalten kann.

• Jobtickets für Lehrer - was für den Beamtenstatus bei der Polizei gilt, darf den Lehrern nicht verwehrt werden.

Als FDP-Köln wollen wir allen Kölner Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden auf ihrem Weg durch Schule, Ausbildung oder Studium die bestmöglichen Voraussetzungen für ein Lernen in einem angenehmen und förderungswürdigen Bildungsumfeld bieten, damit sie befähigt sind, sowohl im nationalen als auch im internationalen Vergleich bestehen zu können.

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