Dieser Termin ist öffentlich.

05.07.2022 17:00 Uhr17:30 Uhr

Livetalk: Krieg in Europa

Die Türkei als Vetoplayer zwischen Russland und Nato

Ist die Türkei ein wichtiger Vermittler zwischen Russland und der Ukraine oder nutzt sie ihre engen Beziehungen zu beiden Seiten vor allem für eigene Interessen? Das möchten wir in diesem neuen 30-Minuten-Livetalk diskutieren.

Nach dem 24. Februar 2022 schien es zunächst, als rückte der – überwiegend in der NATO vereinigte – „Westen“ zusammen und stemme sich gemeinsam gegen den russischen Krieg in der Ukraine. Der Türkei kam hier eine besondere Rolle zu, da sie zum einen NATO-Bündnispartner ist, zum anderen auf vielen Ebenen enge Verflechtungen mit Russland besitzt. Diese Sonderrolle nutzt sie jedoch nicht nur, um zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln, sondern auch, um eigene Ziele innerhalb des NATO-Bündnisses umzusetzen. Kritiker sprechen diesbezüglich gar vom "Erzwingen" eigener Interessen. Deutlich wird dies am Beispiel der NATO-Beitrittsgesuche Schwedens und Finnlands. Deren kurzfristige Bewilligung schien quasi beschlossene Sache zu sein, als die Türkei überraschend ihr Veto einlegte. Für eine Zustimmung verlangt sie unter anderem, dass Schweden und Finnland die Betätigungsmöglichkeiten verschiedener kurdischer Organisationen innerhalb ihrer Grenzen einschränken.

Wie sind die türkischen Forderungen einzuschätzen und wie stark ist die türkische Beziehung zu Russland? Diese und weitere Fragen analysieren unser Regionalbüroleiter Südost- und Osteuropa, Martin Kothé, mit der Projektleiterin Türkei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Beate Apelt. Beteiligen Sie sich an der Diskussion! Ihre Fragen sind herzlich willkommen.

Ausführliche Informationen sowie die Möglichkeit zur Teilnahme finden Sie über den unten stehenden Anmeldelink. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

Veranstaltungsort:

digital

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