Resolution: Effektiv gegen vermeidbare Erkrankungen handeln

Antrag der FDP-Fraktion

13.11.2019 Allgemeines FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Der Gesundheitsausschuss beschließt:

2019 führt die WHO die wachsende Zahl der Impfgegner unter den 10 größten Bedrohungen der Weltgesundheit, neben der Luftverschmutzung und der globalen Erwärmung und der Verbreitung von Ebola und dem Dengue-Fieber.

Die Bekämpfung von Masernausbrüchen, einer hochansteckenden Infektionskrankheit, die in jedem Lebensalter auftreten kann, ist immer eine große Herausforderung für die Gesundheitssysteme. Weltweit starben 2017 ca. 110.000 Menschen an Masern, vor allem kleine Kinder.

So wurden 2017 in Deutschland 930 Masernfälle gemeldet, 2018 544 und bis zum 22.5.2019 bereits 384. Und das, obwohl es einen sehr gut wirksamen und über lange Jahre erprobten Impfstoff gibt.

Ziel ist eine Durchimpfung von 95% der Bevölkerung, damit  die Ausrottung des Masern-Virus erreicht werden kann.

Gleichzeitig bedeutet das einen guten Bevölkerungsschutz, vor allem für die Menschen, die aufgrund anderer chronischer Erkrankungen nicht oder aufgrund ihres Alters noch nicht geimpft werden können.

Der Bundesgesundheitsminister will ab März des kommenden Jahres eine gesetzliche Impfpflicht gegen Masern einführen.

Der Ethikrat stellt eine „moralische Pflicht zur Masernimpfung“ fest.

Sicher ist, dass es sowohl bei den Kleinkindern und Kindern, aber auch bei Erwachsenen, hier bei den nach 1970 geborenen, große Impflücken gibt.

Diese zu schließen und einen umfassenden Schutz der Kölnerinnen und Kölner jeden Alters zu etablieren sehen wir durch vielfältige Aktionen als unsere Aufgabe:

Wir fördern die Beratung der Eltern über die Gefahren und Risiken des Nichtimpfens  bzw. die Vorteile des Impfens bei den Einschulungs – und Kindergartenuntersuchungen, bei denen auf  Informationsmaterial hingewiesen wird, welches vor Ort aus-  und zur Mitnahme bereitgelegt wird.

Wir begrüßen die Impfaktionen und –beratungen des Gesundheitsamtes der Stadt Köln auf den Campi der Universität und der Fachhochschulen

Wir begrüßen die Informationskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Ärzteschaft, der Apotheken und unterstützen die Intensivierung dieser Aufklärungskampagnen, wie es auch vom Ethikrat und dem Berufsverband der Kinder –und Jugendärzte gefordert ist

An Tagen der offenen Tür in Kindergärten und Schulen soll eine Impfberatung stattfinden, Impfaktionen können auch in Kindergärten und Grundschulen angeboten werden.

 

 

Begründung:

Erfolgt mündlich.