Fördertopf mentale Gesundheit an Schulen

Gemeinsamer Änderungsantrag von Grünen, CDU, SPD, Linke, FDP und Volt im Schulausschuss

23.01.2023 Beschlüsse der Ratsgremien FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Beschluss:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für eine Zuteilung des Geldes aus dem Fördertopf für mentale Gesundheit an Schulen zu entwickeln und dem Ausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen. Die Zielsetzung ist, die Verteilung der Gelder aus dem Fördertopf mentale Gesundheit an Projekte und Initiativen, die präventive und beratende Angebote im Bereich der psychologischen Betreuung für Schülerinnen und Schüler bieten, umzusetzen.
2. Darüber hinaus soll die Verwaltung Zusetzung von Stellen im Bereich der Schulpsychologie und Ausweitung der finanziellen Mittel prüfen, um einen verstärkten Einsatz von Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern, Schulpsychologinnen und -psychologen und Beratungslehrerinnen und -lehrern zu ermöglichen.

Begründung:
Durch die nun bereits drei Jahre währende Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Bedingungen wie Unterrichtsausfall, Homeschooling und der Wegfall sozialer Kontakte und gesellschaftlichen Lebens sind junge Menschen einem hohen Druck ausgesetzt. Schon jetzt zeigen Studien, dass viele Jugendliche als Folge der Unsicherheiten unter mentalen Belastungen leiden und dass Psycholog*innen und bestehende Therapieangebote den Bedarf nach Unterstützung bei Schülerinnen und Schülern nicht auffangen können; diese Situation hat sich im letzten Jahr durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Unsicherheiten in Bezug auf die persönliche Sicherheit sowie die Versorgungssicherheit noch enorm verschärft.
Schülerinnen und Schüler benötigen mehr denn je Betreuungs- und Therapieangebote, um ihre mentale Gesundheit zu gewährleisten. Eine erhöhte Handlungsfähigkeit der Schulen als direkter Bezugsort hilft dem Lehrpersonal, selbst besser mit den entstandenen Problemen umgehen zu können, und bietet vor allen Dingen den Schülerinnen und Schülern Auffangmöglichkeiten, wenn ihre mentale Gesundheit gefährdet ist. Die Dringlichkeit zur Konzeption der Verteilung der Fördergelder ergibt sich aus der bereits lange andauernden und nun noch verschärften Situation für junge Menschen. Der Fördertopf für diese Programme sollte so schnell wie möglich abrufbar sein, um gerade die Schwächsten unserer Gesellschaft in unsicheren Zeiten nicht allein zu lassen. Mit diesem Antrag möchten die genannten Fraktionen die unterschiedlichen Ideen und Herangehensweisen bündeln und gemeinsam und demokratisch eine angemessene Infrastruktur zum Schutz der mentalen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern errichten.

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Stefanie Ruffen, MdR

Stefanie Ruffen, MdR

Schul- und Baupolitische Sprecherin

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50667 Köln
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Maria Westphal

Maria Westphal

Stellv. Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Köln

Sachkundige Einwohnerin im Schulausschuss

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