Erhöhung der Sicherheit von Fußgängerinnen und Fußgängern in Köln
Antrag der FDP-Fraktion im Verkehrsausschuss
24.06.2025 Anträge FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Beschluss:
Der Ausschuss möge beschließen:
Der Verkehrsausschuss setzt sich für eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheit von Fußgängerinnen und Fußgängern im Stadtgebiet ein, insbesondere auf gemeinsam genutzten Verkehrsflächen (kombinierte Fuß- und Radwege) sowie auf Gehwegen und in Fußgängerzonen. Zu Fuß Gehende sollen sich auf den für sie vorgesehenen Flächen gefahrlos bewegen können, ohne durch Autos, E-Scooter, den Radverkehr oder andere verunsichert oder gefährdet zu werden. Köln soll durch klare Regeln, effektive Maßnahmen und innovative Lösungen eine Vorreiterrolle beim Schutz des Fußverkehrs einnehmen. Hierzu werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen:
1. Sensibilisierungskampagne für rücksichtsvolles Miteinander: Die Verwaltung wird aufgefordert, eine stadtweite Kampagne zu entwickeln mit Plakaten, Videos und Aktionen, die Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme zwischen allen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern fördern.
2. Klare Kennzeichnung und bauliche Trennung von Fuß- und Radverkehrsflächen: Farbliche Markierungen, unterschiedliche Pflasterung und optisch-taktile Abgrenzungen sollen helfen, Konflikte zu vermeiden. Bei Neuplanungen ist auf durchgehende bauliche Trennung zu achten.
3. Verstärkte Kontrollen und Ahndung von Verstößen: Ordnungsamt und Polizei sollen Schwerpunktkontrollen an stark frequentierten Stellen durchführen. Unerlaubtes Befahren von Gehwegen und verbotenes Parken auf Fußverkehrsflächen soll viel häufiger durch Bußgelder sanktioniert werden.
Begründung:
In Köln besteht Handlungsbedarf. Die Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere Seniorinnen und Senioren, Kindern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität – über rücksichtsloses Verhalten anderer Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf Gehwegen und in Fußgängerzonen häufen sich. Viele fühlen sich auf dem Bürgersteig nicht mehr sicher. Studien prognostizieren einen künftigen Anstieg von Konflikten durch die Zunahme von E-Bikes und Lastenrädern sowie den Wegfall von legalen Parkplätzen, wobei gleichzeitig der Anteil älterer Menschen steigt. Gerade ältere Fußgängerinnen und Fußgänger tragen bei Kollisionen ein hohes Risiko, schwer verletzt zu werden.






