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26.02.2003

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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'All-You-Can-Ride-Ticket' hat Premiere

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Sterck: Hartnäckigkeit hat sich gelohnt

An Weiberfastnacht hat das von der FDP initiierte ‚All-You-Can-Ride-Ticket’ Premiere. Damit haben sich die Liberalen mit ihrer Forderung nach einer Eventfahrkarte für Großveranstaltungen in Köln durchgesetzt. „Im zweiten Anlauf ist uns nun gelungen, was noch im ersten Versuch an den Bürokraten des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg gescheitert ist“, so der Vorsitzende der Liberalen im Rat, Ralph Sterck. Und die KVB haben am Ende eine unbürokratische Lösung gefunden: Sie bieten das 3-TageTicket für 13,50 € an und haben die Gültigkeit kurzerhand auf 6 Tage erweitert. So kann man mit einem Fahrschein und einer Gebühr von Weiberfastnacht bis Veilchensdienstag alle Busse und Bahnen im VRS nutzen. Bei den KVB-Fahrgast-Centern gibt es dann noch eine Pappnase zu diesem „6 für 3“ genannten KarnevalsTicket dazu.

Schon im Jahr 2000 hatten die Liberalen versucht, einen Pilotversuch im KVB-Netz durchzuführen. Dabei wurde schnell deutlich, dass die KVB die nötige Tarifautonomie nicht mehr hatte. In der Antwort auf ein entsprechendes Schreiben Stercks teilte der Vorstandssprecher der KVB, Dr. Erhard Schrameyer, mit, dass nach dem Reglement des VRS dieser neue Tarif erst „von allen 26 Verbundunternehmen, ihren Aufsichtsräten, dem Unternehmensbeirat, dem Kommunalbeirat, der Zweckversammlung, dem Regierungspräsidenten und der DB“ genehmigt werden müsse. Trotzdem hat die FDP im Frühjahr 2002 einen entsprechenden Beschluss zur Einführung eines Event-Tickets im Bau- und Verkehrsausschuss herbeigeführt.

„Jetzt entscheiden die Fahrgäste über den Erfolg des veranstaltungsbezogenen Tickets. Dieses kann es dann in Zukunft auch zum Ringfest und zum CSD für weniger Gültigkeitstage und eine geringere Gebühr geben“, so die verkehrspolitische Sprecherin der FDP, Christtraut Kirchmeyer. „Großveranstaltungen ziehen viele Besucher aus dem Umland und Touristen an. Für diese war das Tarifsystem bisher genauso undurchschaubar wie für nur gelegentliche Bahnfahrer“, so die Liberale weiter. Diese befreie man in Zukunft vom unfreiwilligen Schwarzfahren und locke durch ein attraktives Angebot, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen. „So wird das neue Ticket zu einer verbesserten Erlössituation der KVB beitragen“, erläutert Kirchmeyer Sinn und Zweck des neuen Tickets. „Es ist der Anfang vom Ende des undurchsichtigen Tarifdschungels und der erste Schritt in Richtung eines einfachen, verständlichen Tarifsystems“, so Kirchmeyer zum Abschluss.


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