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17.04.2013

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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FDP bekennt sich zu Historischem Archiv und zur Kunst- und Museumsbibliothek

Ralph Sterck, MdR
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Sterck: Pläne für Neubau dürfen keine Verfügungsmasse werden
In verschiedenen Presseberichten konnte man in den letzten Tagen verfolgen, dass sich die rot-grüne Mehrheit von den aktuellen Plänen für den Neubau des Historischen Archivs langsam aber sicher distanziert. Die Rede ist von der Reduktion des Raumprogramms, sowohl was die Archivfläche selbst als auch die Flächen für die öffentliche Nutzung des Archivs betreffen. Die Planungen werden als übertrieben diffamiert und im Fluchtpunkt steht der Abschied vom Konzept des Bürgerarchivs. Sogar der Standort am Eifelwall wird in Zweifel gezogen. Hierzu erklärt Ralph Sterck, Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln:

„Zur Begründung dieser Kehrtwende werden unter anderem die aktuell geringen Nutzungszahlen ins Feld geführt. Das ist schamlos! Der Rückgang der Nutzung hat Gründe, die viele in der Ratsmehrheit langsam zu vergessen oder zu verdrängen scheinen. Der Einsturz des Archivs hat die größten Teile des Archivs unbenutzbar gemacht, wenn nicht gar völlig zerstört. Die notdürftig geretteten Archivalien sind nach wie vor auf Asylarchive verteilt, Köln hat nicht die Ressourcen, sich selbst um seine Kulturgüter zu kümmern.

Die Kölner FDP steht deshalb zur Umsetzung des umsetzungsreif geplanten Konzeptes ohne Abstriche. Köln braucht nicht weniger Archiv, sondern endlich wieder mehr Archiv! Wir stehen ebenso unverändert zum Konzept des Bürgerarchivs. Die attraktive Öffnung des Archivs für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die aktive Werbung für die Bestände und Möglichkeiten des Archivs sich in eigenen und auch repräsentativen Räumen zu präsentieren, dürfen nicht zur Disposition gestellt werden.

Es muss daran erinnert werden, dass das Archiv unter der neuen Leitung von Dr. Bettina Schmidt-Czaia in der Zeit vor dem Einsturz schon den Aufbruch in diese Richtung begonnen hatte. Diese positive Entwicklung wurde durch den Einsturz jäh abgebrochen. Viele Kölnerinnen und Kölner haben erst im Nachgang wirklich erfahren, welche Schätze das städtische Archiv beherbergt.

Es gab einen breiten Konsens, dass dieses Unglück, das nie hätte geschehen dürfen, eine Verpflichtung für die Stadt Köln darstellt. Es sollte alles getan werden, um möglichst viele Archivalien zu retten und der Neubau des Archivs sollte modernsten Standards entsprechen und der Bedeutung und der Aufgabe des Archivs gerecht werden. Es geht hier auch um die Verpflichtung zu einer Wiedergutmachung - und mehr noch: das Archiv soll noch besser gemacht werden. Die Kölner FDP steht zu dieser Verpflichtung!

Diesen Konsens scheinen die Verantwortlichen der rot-grünen Ratsmehrheit nun aufzukündigen. Die Pläne und Ambitionen für das Archiv zu reduzieren und ausgerechnet mit der Einschränkung des Archivs nach dem Einsturz zu argumentieren, bedeutet nichts anderes als eine zweite Bestrafung dieser großartigen Institution.

Die FDP lehnt auch die Auflösung der Kunst- und Museumsbibliothek ab. Diese Idee ist mit guten Gründen abgelehnt worden und stattdessen hat man die sinnvolle Verbindung mit dem Historischen Archiv beschlossen. Es ist wirklich an der Zeit, dass Kölner Ratspolitik Verlässlichkeit gewinnt und nicht ständig getroffene Entscheidungen mitten in fortgeschrittenen Planungsphasen in Frage gestellt werden.“


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