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29.12.2012

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressemeldung

Kultur in Köln zum Glänzen bringen

Dr. Ulrich Wackerhagen
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Dr. Ulrich Wackerhagen
Wer als Kulturpolitiker für Köln tätig ist, steht recht oft im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das ist ein Zeichen dafür, dass den Kölnern nicht gleichgültig ist, wie es um die Künste in ihrer Stadt bestellt ist. Am Ende des aufgeregten Jahres 2012 und vor den wichtigen Entscheidungen des kommenden Jahres haben wir ein paar Fragen an die Kultursprecher von SPD, CDU, Grünen und FDP gestellt. (M.Oe.)
Antworten von Ulrich Wackerhagen, FDP

1. Köln sucht einen neuen Kulturdezernenten. Was könnte sie/er besser machen als der Amtsinhaber?

Prof. Quander hat einiges erreicht, z.B. die Erhöhung des Kulturetats um 50 Mio. Euro. Für die Zukunft brauchen wir einen dynamischen und überzeugenden Nachfolger, der emphatisch für die Kultur brennt, durch gute Vernetzung die Kultur auch in schwieriger Haushaltslage glühen lässt und der seine Ideen bei der Politik durchsetzt.

2. Kölns Kulturpolitikern wird ein geringer Einfluss in den Fraktionen nachgesagt. Woran liegt das?

Das gilt nicht für die FDP. Tatsächlich aber hat der Kulturausschuss seit 2009 an Bedeutung verloren, weil Rot/Grün zu viele Vorlagen ohne Votum weiterschiebt - aus Unsicherheit, Abhängigkeit, mangelndem Mut. Ich wünsche mir einen Kulturausschuss ohne ideologische Barrieren, in dem wir gemeinsam für die Kultur kämpfen.

3. Welches kulturelle Angebot vermissen Sie in Köln?

Ich vermisse bei den Bühnen die Sparte Tanz und eine nachhaltige Unterstützung der Tanzszene. Ich bin entsetzt, dass eine Million Euro für Tanzgastspiele ersatzlos gestrichen wurden. Außerdem würden wir uns über ein großes Filmfestival mit internationaler Strahlkraft freuen.

4. Woran liegt es, dass Kölns Kulturpolitik immer wieder für unrühmliche Schlagzeilen sorgt?

In Köln gibt es keinen Kulturpakt über die Parteigrenzen hinaus. Gemeinsam hätten wir beschließen müssen: Hände weg von der Oper. Laufenberg musste seine erfolgreiche Arbeit beenden, obwohl die Oper Köln zur besten Oper in Deutschland gekürt wurde. Konflikte hätten wir an dem von uns beantragten runden Tisch lösen können.

5. Was war für Sie das größte kulturpolitische Ärgernis des vergangenen Jahres 2012?

Die Vertreibung von Uwe Eric Laufenberg, dem erfolgreichsten Opernintendanten seit Jahrzehnten. Die Stiftung Stadtgedächtnis hat auch fast vier Jahre nach dem Einsturz des Archivs keinen greifbaren Erfolg vorzuweisen.

6. Was war für Sie der größte kulturpolitische Erfolg des vergangenen Jahres 2012?

Die Berufungen von Philipp Kaiser zum Direktor des Museums Ludwig, Marcus Dekiert zum Direktor des Wallraf-Richartz-Museums und Markus Trier zum Leiter des Römisch-Germanischen Museums sowie der Ratsbeschluss zum Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums zählen für mich zu den größten kulturpolitischen Erfolgen.

(27.12.2012)


Hier geht es zu seinen Antworten 2002 bis 2009.

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