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11.12.2002

FDP-Landtagsfraktion NRW

Meldung

Olympia-Studien ‚Sargnägel’ für Bewerbung

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„Wenn Sportminister Michael Vesper von den aktuellen Olympia-Studien gewusst hat, dann hat er als Olympia-Verantwortlicher der Landesregierung die Sargnägel für die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 geliefert – und wenn nicht, weiß er nicht, was in seinem Laden läuft“, erklärte die sportpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Ingrid Pieper-von Heiden, am Mittwoch in Düsseldorf.

Es sei nicht nur schlechter Stil, sondern komme einem „Selbstausschluss“ gleich, wenn ein Olympia-Bewerber die vermeintlichen Vorteile seines eigenen Konzeptes vor der Entscheidung des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) gegenüber seinen Mitbewerbern in Position bringe, so die FDP-Sprecherin. Sie meldete Klärungsbedarf an und forderte den Sportminister zu einer öffentlichen Distanzierung auf.

„Ich hoffe, dass der Minister und die Geschäftsführer der Düsseldorf – Rhein/Ruhr GmbH nichts mit diesen aktuellen Studien zu tun haben – auch wenn es schwer fällt, das zu glauben. Zumal das Beratungsunternehmen Roland Berger bereits federführend bei der Erstellung der offiziellen Olympia-Bewerbung tätig war.“ Falls doch, ende der olympische Traum wohl für NRW, fürchtet Pieper-von Heiden.

Die FDP-Politikerin weiter: „Ein Elefant im Porzellanladen hätte nicht gründlicher schaden können als die beiden vorliegenden Studien – besonders die vom Unternehmen Roland Berger verfasste. Wenn diese eine Auftragsstudie war, so war dies schlechter Stil, leichtsinnig und verantwortungslos vom Auftraggeber, und wenn sie aus eigener Initiative von Berger entstanden ist, schädlich für den Auftraggeber und das Olympia-Anliegen zugleich.“

Es sei nicht hinnehmbar, dass die finanziellen Belastungen der Olympia-Bewerbung von allen Fraktionen des Landtags mit verantwortet würden, während an anderer Stelle diesem ehrgeizigen Vorhaben unreflektiert schwerer Schaden versetzt würde. Das NOK und die Mitbewerberstädte seien nun „nachhaltig verschnupft“. Pieper-von Heiden: „Ob diese Erkältung bis zum Tag der nationalen Entscheidung am 12. April 2003 wieder heilen kann, bleibt abzuwarten.“


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