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01.11.2010

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Friedwald für den Bezirk Porz gewünscht

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Bezirksvertretung bittet Verwaltung, Standort für eine alternative Begräbnisstätte zu prüfen

Von René Denzer

Porz. Es ist Sonntag. Die Sonne scheint und durchflutet die vom Winter noch kahlen Bäume im Naherholungsgebiet Leidenhausen. Ein perfekter Tag für einen Familienausflug. Mit Kind und Kegel geht es vom Parkplatz aus an den Wildschweinen vorbei Richtung Pferderennbahn. Dann bleibt die Familie vor einer großen Birke stehen. Sie halten für einen kurzen Moment inne, ihre Gedanken sind bei ihrem kürzlich verstorbenen Verwandten. Dann noch ein stiller Gruß und der Sonntagsspaziergang geht weiter...

Wenn es nach dem Willen der Porzer Bezirksvertreter geht, könnte sonntags so künftig der Spaziergang aussehen. Denn einstimmig hat das Stadtteilparlament die Verwaltung damit beauftragt zu prüfen, ob Gut Leidenhausen in Eil, der Bieselwald in Grengel und Wahnheide, die Wahner Heide oder ein anderes Gebiet im Porzer Bezirks den Voraussetzungen für einen Friedwald bieten.

Plakette am Baum ersetzt den Grabstein

Zusätzlich haben die Kommunalpolitiker beantragt, dass - falls kein geeignetes Gebiet vorhanden sei -, ein solches geschaffen werden soll. "Ich bin der Meinung, dass sich die Formen der Bestattung ändern", sagt Sylvia Laufenberg, Ratsfrau der FDP, die diesen Antrag zur Abstimmung in die Bezirksvertretung eingebracht hatte. Sie selbst habe sich mit der Thematik beschäftigt, als ein Verwandter gestorben war.

Eine Waldbestattung ist in ihren Augen eine Alternative zu den herkömmlichen Formen. "Der Gedanke, aus der Asche des Verstorbenen kann etwas Neues entstehen, gefällt mir", sagt Laufenberg. Denn bei einer Waldbestattung gibt es neben der Beisetzung an den Wurzeln eines bereits vorhandenen Baumes auch die Möglichkeit, dass ein neuer Baum auf der Asche des Verstorbenen gepflanzt wird. Eine Plakette an dem Baum würde den Grabstein ersetzen. Die Grabpflege übernimmt dabei die Natur.

Eine Einäscherung ist bei dieser Form der Bestattung allerdings unabdingbar. "Friedwälder oder Ruheforste sind praktisch Betriebsbezeichnungen", erklärt Reinhard Muck, stellvertretender Leiter des Grünflächenamtes. Dies seien in der Regel GmbHs, die eine Kooperation mit waldbesitzenden Kommunen eingingen und die Wälder als Bestattungswald vermarkten würden. Wer dabei den meisten Gewinn erzielen würde, könne man sich denken, sagt Muck.

In Köln sei man dagegen schlauer. So gebe es ein Pilotprojekt, bei dem die Stadt selbst ein Waldgebiet vermarktet. Laut Ratsbeschluss wurde ein Teil des Ostfriedhofs in Dellbrück als Bestattungswald ausgeschrieben. "Dieses Projekt läuft bis zum 31. Dezember 2011. Bis dahin wird sich in Sachen Waldbestattungen in anderen Stadtgebieten erstmal nichts tun", sagt Muck.

Voraussetzungen dafür, dass ein Waldgebiet für Bestattungen freigegeben werden könne, sei unter anderem ein dichter Baumbestand, so Muck weiter. Außerdem müsste das Gebiet zudem als Friedhof ausgewiesen werden. Dies könne auch irgendwann im Bezirk Porz der Fall sein, so Muck, doch müssten zunächst die Erfahrungen des Dellbrücker Pilotprojektes vorliegen. (09.03.2010)


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