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06.05.2008

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Internationale Ausschreibung soll Marktlage ermitteln

Ulrich Breite, MdR
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Kostenexplosion bei Ausweichspielstätte für Oper und Schauspiel

Die Kulturverwaltung hatte den Auftrag, verschiedene Varianten als Ausweichquartier für Oper und Schauspiel für die Zeit der Generalsanierung bzw. des Neubaus der städtischen Bühnen zu prüfen. Danach würde die Nutzung des Staatenhauses für die drei Jahre Übergangszeit 36 Mio. Euro kosten. Sogenannte fliegende Aufbauten wie Zeltkonstruktionen würden gar mit 56 Mio. Euro zu Buche schlagen. Dazu erklärt der Finanzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Ulrich Breite:

„Wir kennen nicht die Ausarbeitungen des Berliner Büros für Theaterplanung, auf denen die Berechnungen für die beiden Alternativen einer Ausweichspielstätte für Oper und Schauspiel fußen. Offensichtlich wurden von der Kölner Kulturverwaltung den Berlinern entweder falsche oder gar keine Vorgaben gemacht. Anders ist diese abstruse Kostenplanung von 36 bzw. 56 Mio. Euro nicht nachzuvollziehen.

Allein die „kostengünstige“ Variante würde bei einer Laufzeit von 3 Jahren eine Investitionssumme von 1 Mio. Euro pro Monat bzw. 46.875 Euro pro Tag ausmachen. Dabei sind die geplanten 1.200 Plätze für die Oper sowie die 600 Plätze für das Schauspiel nicht einmal überdimensionierten Größen, die diese horrenden Kosten begründen könnten. Wetten, das geht viel preisgünstiger!

Köln braucht in der Sanierungsphase des Opernquartiers am Offenbachplatz Ausweichspielstätten. Wir können nicht für drei Jahre einfach den Spielbetrieb einstellen. Darum müssen nun realistische Lösungen her. Die FDP ist sich sicher, dass es auf dem internationalen Markt Unternehmen gibt, die für die einkalkulierten Kosten von 12 Mio. Euro eine gute Interimslösung für Köln anbieten können.

Köln ist nicht die erste Stadt, die wegen Baumaßnahmen oder Großveranstaltungen baulich große Interimslösungen benötigt. Ich denke da nur an die Expo oder an die Olympischen Spiele, die vergleichbare oder gar noch größere sogenannte „fliegende Bauten“ ausgeschrieben haben. Auch Düsseldorf lässt mit seiner „Billiglösung“ bei der Opernsanierung schön grüßen.

Da anscheinend die Kulturverwaltung nicht in der Lage ist, eigenständig eine finanziell realistische Lösung vorzulegen, muss die Politik sich nun einschalten und die Vorgaben diktieren. Die aufgestellten Vorgaben sollen nach Vorstellung der FDP dazu dienen, mit einer internationalen Ausschreibung preisgünstige Varianten für eine Interimslösung zu finden. Der Markt ist dafür da, man muss ihn nur professionell abfragen.“


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