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22.11.2007

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Widersprüche und offene Fragen beim geplanten Amoklauf

Ulrich Breite, MdR
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Ulrich Breite, MdR
Breite: Fall gehört in Polizeibeirat

Angesichts der unterschiedlichen Darstellungen der Bezirksregierung und des Polizeipräsidiums zu den Umständen des ausgebliebenen Amoklaufs am Georg-Büchner-Gymnasium in Köln-Weiden erklärt FDP-Fraktionsgeschäftsführer und Polizeibeiratsmitglied Ulrich Breite:

„Die FDP-Fraktion kritisiert die Informationspolitik der Kölner Polizei, die nur häppchenweise über den Ablauf des Geschehens nach dem Amok-Alarm am Georg-Büchner-Gymnasium informiert und sich bei den Umständen, wie der verdächtige Schüler das Schulgelände verließ, um Selbstmord zu begehen, in Widersprüche verstrickt. Warum verschwieg die Polizei in ihren ersten Presseberichten die Flucht des Schülers? Warum widersprechen sich die Aussagen der beteiligten Polizeibeamten und der Schulleitung über den Gesprächsverlauf und das Verschwinden des Schülers so massiv?

Hier ist Aufklärung gefragt, denn eine Seite sagt nicht die Wahrheit. Und wir wollen eine lückenlose Aufklärung. Der Fall gehört darum in den Kölner Polizeibeirat, indem die Kölner Politik vertreten ist. Da die nächste Sitzung erst im neuen Jahr stattfindet, werde ich als FDP-Vertreter im Polizeibeirat mit der Vorsitzenden beraten, ob eine Sondersitzung einberaumt werden kann.

Gleichzeitig stehen weitere offen Fragen im Raum, die die FDP-Fraktion u.a. von der Schulverwaltung beantwortet wissen will. So ist für uns absolut unverständlich, warum der schulpsychologische Dienst nicht sofort eingeschaltet wurde, um an dem Gespräch mit dem Schüler teilzunehmen. Gerade für solche Fälle sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des schulpsychologischen Dienstes ausgebildet. Was nützt es, solch eine wertvolle Einrichtung zu unterhalten, wenn sie bei gravierenden Fällen nicht angerufen wird?

Auf dem Schulgelände befindet sich ein Jugendzentrum, das u.a. für die Nachmittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler zuständig ist. Weder wurde der Leiter des Jugendzentrums über den Vorfall informiert noch Hilfe zur Betreuung der im Jugendzentrum auflaufenden Schülerinnen und Schüler angeboten. Die Netzwerkarbeit in der Schul- und Jugendarbeit ist anscheinend suboptimal und verbesserungswürdig.“


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