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26.05.2007

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

FDP schlägt „Sozialraummanager“ für Humboldt-Gremberg vor

Marco Mendorf, MdR, 2006 vor den Räumen des Junkie-Bundes
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Marco Mendorf, MdR, 2006 vor den Räumen des Junkie-Bundes
Marco Mendorf, MdR, 2006 vor den Räumen des Junkie-Bundes
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Marco Mendorf, MdR, 2006 vor den Räumen des Junkie-Bundes
Mendorf: Stadtteil braucht offiziellen Ansprechpartner vor Ort

Zu den Entwicklungen in Humboldt-Gremberg erklärt Marco Mendorf, Mitglied des Rates der Stadt Köln und FDP-Sprecher für Drogenpolitik, der gestern zwei Kindertagesstätten und eine Grundschule in Humboldt-Gremberg besuchte und Gespräche über die Stimmung und Lage im Stadtteil führte:

„Die FDP hält an der Forderung fest, die Einrichtung des Junkie-Bundes unverzüglich zu schließen. Die Drogeneinrichtung befindet sich in direkter Nachbarschaft zu Kinderspielplätzen, Kindergärten und Schulen. Sie ist eine unzumutbare Sicherheitsgefahr. In einem Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt Köln haben wir dies gestern nochmals zum Ausdruck gebracht. Ich erwarte von der Verwaltung, dass sie in den nächsten Tagen Gespräche mit dem Träger über eine Schließung aufnimmt. Für die Standortsuche eines neuen Standortes soll sich die Verwaltung von einem Immobilienmakler unterstützen lassen.

Klar ist aber auch: Die Schließung der Einrichtung ist nur ein Anfang und ein wichtiger Schritt, um dem Stadtteil wieder eine Perspektive zu geben. Der Gesundheitsausschuss der Stadt Köln hat in seinem Beschluss die Verwaltung aufgefordert, eine Vielzahl von Maßnahmen (siehe unten) einzuleiten. Wir erwarten von der Verwaltung, jetzt unverzüglich einen Sachstandsbericht vorzulegen.

Die Herausforderungen im Stadtteil Humboldt-Gremberg sind vielfältig. Deshalb schlage ich vor, dass die Stadt Köln einen „Sozialraummanager“ beauftragt, der sich um die Probleme vor Ort kümmern kann, der die Aktivitäten von Stadt, Polizei und freien Trägern koordiniert und erster Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger ist. Die verunsicherten Menschen brauchen vor allem jetzt einen Ansprechpartner vor Ort, der mit ihnen gemeinsam die drängenden Aufga-ben angeht.“


Zum Hintergrund:

Auf Initiative der FDP hat der Gesundheitsausschuss der Stadt Köln am 02.11.2006 beschlossen, kurzfristig ein Maßnahmenbündel gegen Kriminalität, gegen die offene Drogenszene und für Sauberkeit im Stadtteil umzusetzen. In dem Beschluss, der ebenfalls von der Bezirksvertretung verabschiedet wurde, sind Maßnahmen vorgesehen, mit denen die Sicherheitslage in Humboldt-Gremberg kurzfristig verbessert werden soll. Vorgesehen sind:

• Die Verlagerung des Junkie-Bundes, d.h. Schließung der Einrichtung an der Taunusstraße und Verlagerung an einen geeigneten Standort,
• die Intensivierung der Ordnungspartnerschaft in Humboldt-Gremberg,
• eine erhöhte Anwesenheit von Ordnungskräften,
• der Abbau von Gefahren insbesondere für Kinder (Vermeidung von Herumliegenden Spritzen),
• die Verbesserung der Ausleuchtung der Kinderspielplätze,
• die Unterbindung von Drogenhandel und -konsum,
• die Verhängung von Platzverboten,
• die Intensivierung der Präventionsarbeit,
• der Einsatz des Ambulanzbusses,
• der Rückschnitt von Gehölzen, um Drogenkonsum im öffentlichen Raum zu erschweren,
• die Eindämmung der Prostitution,
• die Bekämpfung der Eigentumsdelikte, insbesondere Einbruch und Diebstahl,
• die Bekämpfung von Belästigung und Bedrohung von Anwohnern.

Die FDP hat in einem Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt Köln und die Sozialdezernentin deutlich machen, dass sie die unverzügliche Schließung des Junkie-Bundes auf der Taunusstraße verlangt.

Die FDP hat in dieser Woche in einer offiziellen Anfrage im Gesundheitsausschuss die Verwaltung bebeten darzulegen, welche der oben beschriebenen Punkte bereits eingeleitet wurden.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Gesundheits- und Sozialpolitik.

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