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04.05.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Dionysoshof wird geöffnet

Ansichten des Siegerentwurfes
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Ansichten des Siegerentwurfes
Liberale stimmten für Siegerentwurf

Das dunkle Loch hinter dem Dom kommt weg. Auf diesen kurzen Nennen kann man das Ergebnis des Workshops zur Neugestaltung des Dionysoshofes östlich des Domchores, der am Freitag im Stadthaus stattfand, zusammenfassen. Zwei unterschiedliche Konzepte waren aus der ersten Wettbewerbsstufe Anfang März übrig geblieben: Entweder die Domplatte in diesem Bereich zu vergrößern, um so auf der oberen Ebene eine größere Freifläche zu erhalten, oder die Domplatte an dieser Stelle so weit wie möglich zurückzuschneiden, um Licht und Luft in die untere Ebene zu gekommen. Mit 13:5 Stimmen entschied sich die Jury für die letztgenannte Öffnung des Bereichs und damit für den Entwurf der Münchener Architekten Allmann, Sattler, Wappner.

„Mit dieser Entscheidung haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Aufwertung der Domumgebung vollzogen“, sagte Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, der für die Liberalen der Jury angehörte. Eine Vergrößerung der Domplatte mit dem Nebeneffekt, noch mehr unwirtliche Räume zu schaffen, sei für ihn von Anfang an nicht in Frage gekommen. Die untere Ebene sei nicht nur für Fußgänger eine wichtige Verbindung in die Altstadt und würde auch von vielen Gästen der Philharmonie genutzt und müsse daher attraktiviert werden. Diese Chance biete nun die neue Planung: Die Platte zwischen Dom, Hauptbahnhof und Museum Ludwig werde auf ein notwendiges Minimum verkleinert, wodurch der Tunnel unter dem Museum um ein Drittel kürzer würde. Auf Straßenniveau seien Schaufenster für das Museum und die Dombauhütte geplant, die auch nachts Licht in diesen Bereich brächten.

Nachdem den Architekten noch einige Auflagen zur Überarbeitung mitgegeben wurden, zu denen zum Beispiel die Verkehrsführung unter dem Museum oder der Bereich südlich des Komplexes, der eine breitere Öffnung der alten Römerstraße hinauf zum Roncalliplatz ermöglichen soll, gehören, könnte die Planung nach der Vollendung der neuen Freitreppen vom Bahnhofsvorplatz auf die Domplatte umgesetzt werden. „Ich bin froh, dass die FDP sich dahingehend durchgesetzt hat, die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes schon bis 2004 und nicht - wie von der Verwaltung vorgeschlagen - bis 2008 realisiert wird“, freut sich Sterck. So könne sich Köln bei den anstehenden Großereignissen - 2005 Jugendtreffen der Katholischen Kirche, 2006 Fußball-WM und 2007 Evangelischer Kirchentag - mit einem neuen Entree präsentieren.


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