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10.07.2006

Innenministerium NRW

Meldung

Endgültige WM-Bilanz: Friedlich, fair und fröhlich

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Innenminister Wolf: Sicherheitskonzept hat hundertprozentig gepasst

"Unser Sicherheitskonzept für die Fußball-WM hat hundertprozentig gepasst. Vor allem die hervorragende Zusammenarbeit mit den internationalen Polizeiexperten hat sich sehr bewährt", erklärte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute in Neuss. "Alle haben mit großem Engagement rund um die Uhr eng zusammen gearbeitet. Dafür gilt den – deutschen und ausländischen – Beamtinnen und Beamten unser ausdrücklicher Dank!"

Bei der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) zog Wolf die endgültige Bilanz aus polizeilicher Sicht. Polizeiliche Informationen aus dem In- und Ausland wurden von deutschen und insgesamt 34 ausländischen Kräften während der WM gesammelt, bewertet und als Lagebilder bundesweit allen Polizeibehörden zur Verfügung gestellt. Außerdem koordinierte und betreute die ZIS die mehr als 500 bundesweit an den Spielorten eingesetzten ausländischen szenenkundigen Beamten.

Die Polizeibehörden verzeichneten im Zusammenhang mit den WM-Spielen und den Public Viewing-Veranstaltungen bundesweit insgesamt ca. 7.000 Straftaten, davon entfielen ca. 1.500 auf NRW. Hierbei handelte es sich zumeist um Delikte der leichten und mittleren Kriminalität, insbesondere um Diebstähle und Körperverletzungen. Bei allen Veranstaltungen zusammen wurden bundesweit 875 verletzte Personen registriert, davon 288 in NRW. Hierunter befinden sich auch 43 verletzte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte aus NRW, die jedoch nicht schwer verletzt wurden: Hundebisse, Schnittverletzungen, Fußprellungen, Handbruch.

Bereits im Vorfeld und während der WM wurden in NRW insgesamt 3.125 polizeibekannte Rädelsführer von der Polizei zu Hause oder an ihren Arbeitsplätzen aufgesucht, um ihnen zu verdeutlichen: Gewalttaten bleiben nicht folgenlos. 383 Gewalttäter, die bei diesen so genannten Gefährderansprachen wenig Einsicht zeigten, mussten sich während der WM regelmäßig auf ihren örtlichen Polizeiwachen melden, und 1.070 Gewalttätern wurde der Aufenthalt an den Spielorten oder bei WM-Veranstaltungen durch Bereichsbetretungsverbote untersagt.

Anlässlich der Spielbegegnungen Deutschland – Polen am 14. Juni in Dortmund und Schweden - England am 20. Juni nahm die Polizei in Köln insgesamt 75 Gewalttäter fest und 530 in Gewahrsam, um größere Ausschreitungen zu verhindern. In Dortmund wurden am 14.06.2006 206 Strafverfahren, in der Hauptsache wegen Diebstahl (81) und Körperverletzungen (47), durch die Polizei eingeleitet. Insgesamt hat die Polizei während der WM in NRW 1.219 Personen wegen verschiedener Delikte festgenommen und 1.838 Personen gefahrenabwehrend in Gewahrsam befördert.

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