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30.06.2006

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Einbahnstraße Venloer Straße: Grüner Aprilscherz im Sommer

Christtraut Kirchmeyer, MdR
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Christtraut Kirchmeyer, MdR
Kirchmeyer: Verdrängung in die Nebenstraßen und tödlich für den Einzelhandel

Die Grünen im Stadtbezirk Ehrenfeld fordern, die Venloer Straße zwischen Ehrenfeldgürtel und Piusstrasse zur Einbahnstraße stadteinwärts zu erklären und haben diesbezüglich eine „Verkehrsstudie“ erstellen lassen, welche besagt, dass „die Straße ein Unfallschwerpunkt“ ist, offensichtlich insbesondere für Radfahrer. Dazu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Christtraut Kirchmeyer:

„Natürlich ist die Venloer Straße kein Paradies für Radfahrer. Die Aufteilung der einzelnen Bereiche für Fußgänger, Radler, Parken und Fahren ist seinerzeit von der Bezirksvertretung Ehrenfeld mit rot-grüner Mehrheit so beschlossen worden. Dabei hat schon damals nicht nur die FDP die verfehlte Planung als rein politisch motivierten Schwachsinn bezeichnet. Jetzt erkennen die Grünen selber, welchen Murks sie mit der Umgestaltung der Venloer Straße angestellt haben.

Doch anstatt die Fehler einzugestehen, wollen sie die Situation noch „verschlimmbessern“ und eine der Hauptverkehrsadern in Ehrenfeld zur Einbahnstraße erklären. Das bedeutet, dass der Verkehr in die übrigen Straßen, wie z.B. Vogelsanger und Subbelrather Straße, verdrängt wird. Diese Straßen sind durch die bisherige Verhinderungspolitik der Grünen nicht so ausgebaut worden, dass diese die erhöhte Verkehrsbelastung aufnehmen können.

Außerdem wird die Geschäftswelt auf der Venloer Straße ebenfalls erheblichen Belastungen ausgesetzt, da ja weniger Kundenfrequenz entstehen wird. Die Forderung nach einer Einbahnstraße auf der Venloer Straße ist daher nicht mehr als ein grüner Aprilscherz im Sommer.

Aber Vorsicht: Ich würde keine Wetten darauf abschließen, dass dieser verkehrspolitische Irrsinn nicht umgesetzt wird. Immerhin kommt der Vorschlag von der grünen Ratsfrau Bettina Tull, jener Dame, die schon die Busspur auf der Rheinuferstraße gegen jegliche Vernunft im Rat durchgesetzt hat.“


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