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24.06.2006

Innenministerium NRW

Meldung

Innenminister Wolf: 1:0 für Freiheit und Sicherheit

Markus und Jürgen Rüttgers mit Markus und Ingo Wolf (v.l.n.r) bei einem FC-Spiel im vergangenen Jahr im Müngersdorfer Stadion
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Markus und Jürgen Rüttgers mit Markus und Ingo Wolf (v.l.n.r) bei einem FC-Spiel im vergangenen Jahr im Müngersdorfer Stadion
Markus und Jürgen Rüttgers mit Markus und Ingo Wolf (v.l.n.r) bei einem FC-Spiel im vergangenen Jahr im Müngersdorfer Stadion
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Markus und Jürgen Rüttgers mit Markus und Ingo Wolf (v.l.n.r) bei einem FC-Spiel im vergangenen Jahr im Müngersdorfer Stadion
Bilanz der Sicherheitskräfte in NRW zur WM-Halbzeit: Gäste und Gastgeber verhalten sich weltmeisterlich

"Halbzeit im großen Fußball-Fest - und es steht 1:0 für Freiheit und Sicherheit. Die friedliche Party kann so weitergehen: Polizei und Katastrophenschutz haben bisher die Lage jederzeit hervorragend im Griff gehabt, die Fans sind in bester Feierlaune - und die Mannschaften liefern großartigen Sport." So fasste NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf heute in Düsseldorf die Bilanz der Sicherheitskräfte zur ersten Hälfte der Fußball-WM zusammen.

Insgesamt 600.000 Menschen haben die bisher zwölf Spiele in den nordrhein-westfälischen WM-Stadien gesehen. Weit mehr als eine Million Menschen haben die 48 Spiele der Vorrunde in den größeren Public-Viewing-Stätten in NRW gesehen, unzählige weitere Zuschauer haben in Kneipen, Biergärten oder nachbarschaftlichen spontanen "Public-Viewing"-Feiern die Partien verfolgt. "Das Sicherheitskonzept von Polizei und Katastrophenschutz für die Fußball-WM 2006 hat sich bewährt, das steht jetzt schon fest", erklärte Wolf. "Es war gut, mit Gelassenheit an die WM zu gehen, zugleich aber sehr wachsam zu sein. Wir werden diesen Weg konsequent weiter verfolgen."

Die NRW-Polizei hatte bisher täglich rund 5.400 Beamte im WM-Einsatz, in der Spitze am 14. und 20.06. waren es sogar über 9.000. Die Zahl der Einsätze überstieg kaum das bei anderen Großveranstaltungen übliche Maß. Insgesamt wurden 500 Personen wegen strafrechtlich relevanter Delikte festgenommen, 918 waren in vorübergehendem Polizeigewahrsam. Bei den Straftaten handelte es sich überwiegend um Körperverletzungen, Taschendiebstähle und Betrug. "Die Fans aller Nationen machen der Polizei das Leben dadurch leicht, dass sie friedlich miteinander feiern. Gäste und Gastgeber verhalten sich weltmeisterlich", lobte der Innenminister.

Die Polizei hat vor und während der WM 2.829 bekannte Gewalttäter angesprochen. 1.036 von ihnen haben Auflagen bis hin zum Bereichsbetretungsverbot erhalten. Die Beamten nahmen 162 Hooligans vorsorglich in Gewahrsam. "Vor allem die Zusammenarbeit mit den internationalen Polizistinnen und Polizisten ist eine wertvolle Hilfe", betonte Wolf. Über 200 fachkundige Unterstützer aus den Teilnehmer und Nachbarstaaten sind während der WM in NRW im Einsatz, darunter 34 bei der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze des Landeskriminalamtes. "Auch die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit den Sicherheitsbehörden des Bundes und der Länder funktioniert ausgezeichnet", erklärte der Innenminister. "Alle Beteiligten sind mit hoher Professionalität und großem Engagement am Werk."

An den NRW-Spieltagen waren neben den Polizeibeamten bisher insgesamt über 10.000 Kräfte des Katastrophenschutzes im Einsatz. Rund 1.500 Kräfte waren es bei jedem der Spiele in Nordrhein-Westfalen, weitere 3.500 befanden sich jeweils in Bereitschaft. Das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, der Malteser Hilfsdienst und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind ebenso beteiligt wie die Kräfte der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks. Die Bundeswehr leistet an jedem Spieltag mit rund 600 Soldaten Unterstützung.

An den acht Spieltagen gab es in den drei Spielorten rund 7.300 Rettungsdiensteinsätze und -behandlungen. Bei jedem Spiel in NRW sind am jeweiligen Spielort vier Behandlungsplätze mit rund 700 Einsatzkräften und vier Transportkomponenten mit etwa 220 Einsatzkräften präsent. Weiterhin steht ein Betreuungsplatz mit zwei Einsatzeinheiten mit 75 Einsatzkräften bereit. Zusammen mit den Sanitätswachdiensten im Stadion und bei den Side-Events am Spielort befinden sich um die 1.000 Einsatzkräfte der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr am Austragungsort. Hier gilt das Prinzip: Westfalen unterstützten im Rheinland und umgekehrt. Alle 54 Kreise und kreisfreien Städte beteiligten sich mit Einheiten an der landesweiten Unterstützung der Städte Dortmund, Gelsenkirchen und Köln. "Das System der landesweiten gegenseitigen Hilfe funktioniert, die massiven Investitionen des Landes der letzten Jahre in Höhe von 30 Millionen Euro zahlen sich aus", betonte Wolf.

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