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06.06.2001

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Ausgrabungszone: Chance für neue Platzfolge

Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
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Die Mikwe vor dem Rathaus soll Teil des Museums werden
Mucksmäuschenstill war es im Sitzungssaal der FDP-Fraktion als Hansgerd Hellenkemper, Chef des Römisch-Germanischen-Museums, die 30 Liberalen auf eine virtuelle Reise in die römische Geschichte Kölns mitnahm. Fasziniert folgte man seinen Plänen für eine unterirdische Ausgrabungszone, die westlich des Historischen Rathauses entstehen soll. Er berichtete von Gerichtsverhandlungen im Statthalterpalast und römischen Konsuln, die erst nach Köln kamen und später Kaiser wurden. All das soll zu neuem Leben erweckt werden.
Hier soll ein 500m langer Rundweg ein unterirdisches Gelände von 6000qm freigelegter Ausgrabungen von der Römerzeit bis zum Mittelalter zugänglich machen. Das heute bereits unter dem Spanischen Bau zu sehende Praetorium soll in die Anlage integriert werden. „Wir wissen von Ausgrabungen aus den 50er Jahren, die wieder zugeschüttet wurden, dass dort unten enorme Schätze der Kölner Geschichte versteckt liegen. Die wollen wir für die Kölner und Gäste unserer Stadt zugänglich machen,“ erklärte Hellenkemper.
Die Kosten des Projektes, das schon bis 2006 realisiert werden könnte, schätzt Hellenkemper auf ca. 25 Mio. DM. Den Zugang „in die Unterwelt“ stellt er sich gegenüber des neuen Wallraf-Richartz-Museums vor. „Hier könnte durch den Bau des Hauses der jüdischen Kultur und Geschichte ein neuer beschaulicher Platz entstehen,“ erläutert Hellenkemper. Dieses Gebäude wäre das „Sahnehäubchen“ für die unterirdische Zone und würde in einmaliger Weise die römischen Wurzeln von jüdischen und christlichen Kölnern darstellen.
„Für Köln ergibt sich durch beide Projekte die Chance, eine der letzten Kriegswunde in der Altstadt zu schließen und eine fast klassische Diagonalabfolge dreier beschaulicher Plätze vom Rathausplatz bis zum Gülichplatz auf der Via Culturalis zwischen Dom und Maria im Kapitol zu schaffen,“ träumt FDP-Fraktionsvorsitzender Ralph Sterck. Der von der Stadt auf Anregung der Liberalen für September angesetzte Workshop zu diesem Thema werde hoffentlich teilweise geäußerten Bedenken gegen eine Teilbebauung zerstreuen.

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