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01.10.2003

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Arbeitslose Jugendliche: Nichts passiert!

Mark Stephen Pohl
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Mark Stephen Pohl
Nach 14 Monaten nichts konkretes – FDP-Ratsfraktion kritisiert Vorgehen

Am 11. Juli 2002 beauftragte der Ausschusses für Soziales und Senioren mit der Stimme der FDP die Verwaltung, ein Modellprojekt zu entwickeln, in dem Bürgerinnen und Bürger arbeitslosen Jugendlichen als Pate bei der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche mit Hilfe und Erfahrung an die Seite gestellt werden sollen. Jetzt wurde in der Sitzung des Ausschusses nach über 14 Monaten jedoch nur ein sogenanntes „Rahmenkonzept“ vorgelegt.

Die Vorlage wurde vom sozialpolitischen Sprechers der liberalen Ratsfraktion, Mark Stephen Pohl, in der Ausschusssitzung scharf kritisiert. Er musste feststellen, dass innerhalb des letzten Jahres bis auf die Gründung eines „Kooperationsverbundes Patenschaften für arbeitslose Jugendliche“ nichts passiert ist. Durch diesen Arbeitskreis, in dem neben der Verwaltung auch der DGB vertreten ist, ist ein „Konzept“ erarbeitet worden, von dem durch den verabschiedeten Haushalt weder die Finanzierung steht, noch irgendeine ansatzweise konkrete Maßnahme beschrieben worden ist.

Verständnislos dazu der Fraktionsvorsitzende der Kölner FDP-Ratsfraktion, Ralph Sterck: „Das ist eine absolute Katastrophe. Die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen oder bedrohten Jugendlichen wächst ständig und innerhalb von 14 Monaten kann kein wirklich greifbares Ergebnis präsentiert werden außer die Bildung der üblichen bürokratischen Gremien.“

Auf die Nachfrage von Pohl im Ausschuss, ob denn mit Betroffenen, arbeitslosen Jugendlichen und potentiellen Paten, über die Ausgestaltung gesprochen worden sei, gab es - wohl aus gutem Grund - keine Antwort. Erbost war der FDP-Vertreter über die Äußerungen des sozialpolitischen Sprechers der CDU, Ensmann, der die verschenkte Zeit mit den Worten abtat, dass „manche Dinge eben ihre Zeit bräuchten“.

„Hier wurde auf dem Rücken der schwachen der Gesellschaft gebummelt als wenn arbeitslose Jugendliche alle Zeit der Welt hätten. Die Schuldigen, Verwaltung und die in dem „Kooperationsverbund“ zusammengeschlossenen Institutionen, haben in den 14 Monaten außer Lippenbekenntnissen nicht nur nichts konkretes auf die Beine gestellt, sie haben auch durch den langen Zeitraum verschuldet, dass jetzt keine einzige Maßnahme mehr finanziert werden kann. Das ist in meinen Augen ein absolutes Unding. Dabei bedeutet jeder verlorene Tag mehr Arbeitslosigkeit und weniger Zukunft in Köln!“, sagt dazu abschließend Mark Stephen Pohl.


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