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06.11.2001

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Für schwul-lesbische Tourismuswerbung

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Der Wirtschaftsausschuss hat in seiner gestrigen Sitzung ein Konzept zur Tourismuswerbung in der schwul-lesbischen Community beschlossen. Mit dem mittelfristig angelegten Konzept mit Namen „City-Gay-Management“ will „KölnTourismus“ Köln als Reiseziel für Lesben und Schwule weltweit professionell bewerben. Dazu erklärt der Geschäftsführer der FDP-Fraktion Ulrich Breite:

„Für die FDP ist das nun verabschiedete City-Gay-Management ein Teil des neuen Leitbildes für Köln, sich als weltoffene und tolerante Stadt aktiv einzubringen. Noch Mitte der Neunziger Jahre durfte ein schwul-lesbischer Kölner Reiseführer im Touristikamt nicht ausgelegt werden und redaktionelle Anfragen aus dem Ausland zum Kölner CSD wurden abgewiegelt, Fotos vom CSD nur inoffiziell an die Presse weitergegeben. Dieses Verhalten war nicht nur rückständig, Köln verschenkte damit ein lukratives touristisches Zusatzgeschäft. So sind nach Erhebungen des Berlin Tourismus Marketing GmbH zum Berliner CSD 93% der Hotelbetten in den Häusern der Innenstadt belegt und das außerhalb der Messezeit. Auch der Einzelhandel und die Gastronomie profitieren erheblich von dieser reisefreudigen und konsumorientierten Zielgruppe. Deshalb haben wir Kölner Liberalen immer wieder eine neue, professionellere Politik im Tourismusbereich eingefordert, welche eine offensive Bewerbung des schwul-lesbischen Reisemarkt mit einschließt. Die FDP war sich insbesondere mit Oberbürgermeister Fritz Schramma einig, dass hier ein schlummerndes Potential für Köln als Reiseziel steckt, was mit dem neuen Konzept angesprochen wird. Andere deutsche Städte wie Hamburg, Berlin und sogar München bewerben touristisch schon länger erfolgreich die schwul-lesbische Community, insbesondere in den USA. In der Verwaltungsvorlage wird eine Umfrage zitiert, dass 57% der befragten amerikanischen Lesben und Schwule eine Europareise in den nächsten Jahren planen. Diese Zielgruppe gilt es für Köln zu gewinnen, dafür ist das Gay-City-Management die richtige Antwort.“

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