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01.12.2018

FDP-Kreisverband Köln

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„Der kollektive Freizeitpark“

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„…oder so“ – die Kolumne von Maren Friedlaender
Es wird zurzeit viel über den Begriff Arbeit geredet. Abfällig, als handele es ich um etwas Unanständiges. Merkwürdig. Einst, also in der Zeit, in der ich aufwuchs, war Arbeit etwas, worüber man sich freute, wenn man sie hatte. Irgendwie ist Arbeit in Misskredit geraten. Leute aus dem linken politischen Spektrum wollen uns weismachen, dass man ein Recht auf Faulheit habe, wofür dann die aufkommen, die ganz altmodisch an die Pflicht des Menschen glauben, sich selbst um seinen Lebensunterhalt zu bemühen.

Arbeitgeber sollten sich auf Veränderungen einstellen. Ich weiß, Karl Marx hat sich zum Thema Arbeit ausführlich geäußert, aber ich beziehe mich mal auf das allumfassende philosophische Werk - das rheinische Grundgesetz: Küste hück nit, küste morje.

Also ein Recht, besser gleich ein Grundrecht auf Müßiggang? Die Frage ist, was machen wir mit all der Freizeit? Ich bemerke erste Vorboten. Die Zerstreuungskultur feiert fröhliche Urständ: auf den sogenannten Weihnachtsmärkten vom Schokomuseum bis zur Domplatte. Glühwein schwappt auf die Hose wie am 11.11. das Kölsch. Aus dem Black Friday taumelt der Freizeitgestresste durch die mit Betonblockaden abgesicherten Christkindlabverkaufsstationen. Oder Reisen, einmal um die ganze Welt. Eurowings dient mir Black Flydeals an.

Busunternehmer sollten sich auf einen erhöhten Heizdeckenabverkauf einstellen. Die eh schon überfüllten Tankstellentoiletten werden dauerverstopft. Menschen gehen in Muckibuden, Piercing- und Tattoostudios. Oder fahren ins Phantasialand. Die Welt ein Vergnügungspark. Ist das der Vorschein auf die Zeit der freien Zeit, auf den Lebensabschnitt, den uns grün-linke Vordenker als das Recht auf Faulheit mundwässrig andienen?

Aus dem Radio souffliert man mir die Rückkehr des entschleunigten Flaneurs – wo, bitte? Wo sind denn entschleunigte und ziellose Flaneure? Kampfradler überholen mich links und rechts, vorwärts und rückwärts. Nein, die schöne neue Welt ist es noch nicht, in die ich da mit dem Recht auf Faulheit hineingestoßen werde. Als ob die Angst vor der Leere uns in die Monsterkirmes treibt, in die Zerstreuungs- und Kauflust, die Ess- und Trinklust. Sollte Helmut Kohl postum Recht bekommen und der linke Traum von Deutschland als einem kollektiven Freizeitpark wird just wahr oder so?

Maren Friedlaender

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