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10.09.2018

FDP Köln

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Kämpfer für Europa

Gerd Kaspar
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FDP-Köln nominiert Gerd Kaspar als Kandidaten für Europawahl
Am Samstag trafen sich die Kölner Freien Demokraten zu ihrem Kreisparteitag in der Aula der Königin-Luise-Schule, der ganz im Zeichen von Europa und der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 stand. Mit einem starken Ergebnis von 91% wählten die Kölner Liberalen den 54-jährigen Unternehmer und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Gerd Kaspar zum Kandidaten der FDP-Köln.

Begrüßt wurden die rund 100 versammelten Parteimitglieder durch den Kreisvorsitzenden Lorenz Deutsch, MdL. Er betonte die Bedeutung der Migrationspolitik für die kommende Europawahl und griff Innenminister Seehofer wegen dessen jüngster Äußerung, die Migration sei die „Mutter aller Probleme“, scharf an. Die FDP setze solchen Tönen differenzierte Positionen entgegen, so wie etwa NRW-Landesminister Stamp: Entschlossenheit bei der Abschiebung von Gefährdern einerseits, bessere Integration von in Deutschland heimisch werdenden Flüchtlingen andererseits. „Der Erfinder des gerade in Berlin viel diskutierten Spurwechsels ist unser Minister Joachim Stamp“, betonte Lorenz Deutsch.

Zu einem Grußwort angereist war Deutschs Kollege aus der Landtagsfraktion, Ralph Bombis, Vorsitzender des benachbarten FDP-Kreisverbandes Rhein-Erft. Lasse Becker, ehemals Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen, war als Gastredner geladen. Er berichtete aus seiner heutigen Perspektive als Manager eines Maschinenbauunternehmens über den Wert Europas und die Notwendigkeit des gemeinsamen Handelns in der EU. Den Abgeordneten des EU-Parlaments attestierte er mit drei statt zwei Sitzungswochen wie etwa im Bundes- oder Landtag zwar großen Fleiß, mahnte sie jedoch zugleich, die Wahlkreisarbeit „zuhause“ deutlich zu verstärken. „Europa darf sich nicht nur in Brüssel, Luxemburg oder Straßburg abspielen. Dafür sind die Abgeordneten des Europäischen Parlaments verantwortlich, wenn sie zuhause in ihren Wahlkreisen sind.“

Ob diese Aufgabe auch auf Gerd Kaspar zukommt, werden die nächsten Monate zeigen, wenn die Landespartei ihre Kandidatenvorschläge für den Bundesparteitag an die Parteizentrale nach Berlin meldet. Dann wird über mehr oder weniger „aussichtsreiche“ Platzierungen entschieden, bevor die Wählerinnen und Wähler in den EU-Mitgliedsländern am 26. Mai das letzte und entscheidende Wort haben.

Mit Blick auf diese Wahl sagte der in Frankreich geborene und in Luxemburg aufgewachsene Gerd Kaspar in seiner sehr persönlichen und emotionalen Bewerbungsrede: „Ich kann einfach nicht mehr mit anschauen, wie Nationalisten und Populisten an allen Ecken und Enden die Axt an meine Heimat Europa legen, ich werde für Europa kämpfen!“ Er forderte das Ende des „unsäglichen Basars der nationalen Regierungen“ in Brüssel etwa in der Flüchtlingsfrage, einen strategischen Masterplan für Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Europas und den Mut, einen neuen Anlauf für die Europa-Verfassung zu wagen. „Wir müssen heute mehr denn je festschreiben, wer wir sind und welche Werte uns einen.“ Vielfalt, Bürgerrechte, Freiheit, Selbstbestimmung und ein funktionierender institutioneller Rechtsstaat seien die tragenden Säulen der europäischen Werteordnung.

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