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23.03.2018

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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FDP bleibt bei Ablehnung der „Historischen Mitte“

Ralph Sterck, MdR
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Sterck: Überforderung der Stadt vermeiden
Die Kölner FDP hält an ihrer Ablehnung der Historischen Mitte und dem damit verbundenen Auszug des Kölnischen Stadtmuseums aus dem Zeughaus fest. Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, begründet, anlässlich der Vorstellung der Überlegungen der Verwaltung für den Neubau am Roncalliplatz, nochmals die Haltung der Liberalen und erläutert den Alternativvorschlag der Freien Demokraten:

„Angesichts der Herausforderungen, vor denen die Stadt Köln finanziell und baulich auch wegen der zahlreichen Kulturbauten in den nächsten Jahren steht, ist es ein Gebot der Stunde, sich auf die bereits bestehenden Aufgaben zu konzentrieren und diese ohne weitere Verzögerungen zu einem befriedigenden Ende zu bringen.

Die FDP-Fraktion möchte eine Überforderung der Stadt vermeiden und plädiert für die kleinere Lösung. Der von uns vorgeschlagene Verbleib des Stadtmuseums am alten Standort entlastet die Stadt Köln sowohl logistisch als auch finanziell. Das Zeughaus mit der preußischen Wache würde auch leergezogen eine Sanierungsaufgabe für die Stadt bleiben. Diese Kosten fallen auf jeden Fall an und stellen schon einen Grundbetrag für die sinnvolle Herrichtung für das Stadtmuseum dar.

Wir können uns keinen besseren Standort für die Präsentation unserer Stadtgeschichte vorstellen als im historischen Zeughaus der Stadt mit der preußischen Wache direkt an der römischen Stadtmauer. Diesen geschichtsträchtigen Ort für das Stadtmuseum aufzugeben, wäre ein schwerer Fehler!

Es gibt für das Kölnische Stadtmuseum am aktuellen Standort viel zu gewinnen. Ein gutes Konzept kann den sanierten historischen Bestand mit einer modernen Erweiterung in einen spannenden Dialog bringen. Das ist gerade für die Präsentation von Stadtgeschichte vielversprechend. Auch das städtebauliche Umfeld kann durch eine veränderte Verkehrsführung und Gestaltung deutlich aufgewertet und attraktiver werden.

Damit hat auch Köln viel zu gewinnen. Durch eine solche Aufwertung erweitert sich das touristisch interessante und urban erschlossene Feld der Kölner Innenstadt in entscheidender Weise. Die Attraktivität Kölns muss in der Breite gesteigert werden, nicht nur im unmittelbaren Domumfeld. Die Kölner FDP möchte den traditionellen Standort des Kölnischen Stadtmuseums erhalten und zeitgemäß fortentwickeln. Deshalb lehnen wir einen Umzug an den Roncalliplatz ab.

Die Integration des Stadtmuseums überfordert den Standort Roncalliplatz– und zwar ohne Not. Sie ist nicht nur unnötig, sie wäre ein Fehler. Das Stadtmuseum hat schon einen optimalen Standort. Seine Aufgabe verursacht also sogar ein doppeltes Problem: Das Zeughaus hätte keine adäquate Nutzung mehr und würde nach dem Ubierring die zweite kostenintensive Museumsbrache in der Innenstadt werden.

Die Freien Demokraten fordern deshalb, dass auf den Ergebnissen des architektonischen Wettbewerbs aufbauend über eine Lösung für den Kurt-Hackenberg-Platz neu nachgedacht wird. Durch den Verzicht auf einen Umzug des Stadtmuseums wird dort viel Spielraum für verträglichere Lösungen gewonnen. Art und Umfang einer Nutzung neben den Logistikflächen für das Römisch-Germanische-Museum müssen ergebnisoffen diskutiert werden.

Am Kurt-Hackenberg-Platz kann sich die Stadt Köln auf die baulichen Anteile beschränken, die als Ersatz für das derzeitige Studiengebäude des Römisch-Germanischen Museums entstehen. Darüber hinaus gehende Flächen könnten rentierlich vermarktet oder von Dritten erstellt werden. Die gelungene räumliche Lösung für den Roncalliplatz und die Absprachen mit dem Domkapitel können davon unberührt bleiben.“


Folgende Kulturbauten mit hohem Kostenaufwand sind gegenwärtig noch zu realisieren:

- Sanierung der Bühnen
- MiQua, LVR Archäologische Zone
- Neubau des Stadtarchivs
- Sanierung des RGM
- Sanierung der Stadtbibliothek
- Neubau des Erweiterungsbaus WRM & Fondation Corboud

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