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16.08.2017

Freiherr-vom-Stein-Schule

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Houben diskutiert an Freiherr-vom-Stein-Schule

Reinhard Houben, MdR
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Reinhard Houben, MdR
Veranstaltung mit Bundestagskandidaten an Rösrather Gymnasium
Vor Oberstufenschülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Rösrath diskutierten am 11. Juli Bundestagskandidaten ihre Positionen zu Themen wie Innere Sicherheit, Europa und Drogenpolitik. Für die FDP nahm das Kölner Ratsmitglied und Bundestagskandidat in der Kölner Innenstadt, Kalk und Porz, Reinhard Houben, teil.

Inhaltlich zeigten sich wohl die deutlichsten Differenzen bei den Themen „Europa“ und „Außenpolitik“, und zwar zwischen der AfD und allen anderen Parteien. Weyel (AfD) bezeichnete die G20 als „reine PR“ und erklärte zur EU, was ein Land alleine nicht hinbekomme, bekäme ein Verbund von Ländern erst recht nicht hin.

Houben (FDP) unterstrich hingegen die Wichtigkeit der G20-Gipfel und meinte, es sei ihm lieber, die Staatsmänner würden „mit- als übereinander reden“, und zwar unabhängig davon, ob einem "die aktuell regierenden Politiker gefallen oder nicht".

Tebroke (CDU) verteidigte die Europäische Union nicht nur in ihrer Bedeutung als „Friedensgemeinschaft“, sondern unterstrich auch den Mehrwert übernationaler Zusammenarbeit und die Bedeutung der europäischen „Wertegemeinschaft“.

Bei der Inneren Sicherheit formierte sich eine grün-gelbe Koalition. Außendorf (Grüne) und Houben (FDP) lehnten den Staatstrojaner ab, der unter anderem eine deutlich weitreichendere Überwachung des Kurznachrichtendienstes WhatsApp vorsieht. Damit griffen sie von beiden Seiten die Vertreter der Großen Koalition an.

Beim Thema „Drogenpolitik“ gaben einige Diskutanten mitunter recht amüsante Einblick in ihre eigenen eher harmlosen „Drogenkarriere“, widmeten sich aber dem von den Schülerinnen und Schülern gewählten Thema mit der gebotenen Ernsthaftigkeit. Rasch formierte sich hier eine „Übergroße“ Koalition für die Legalisierung von Marihuana, der sich alle Politiker außer dem CDU-Vertreter anschlossen.

Tebroke äußerte die Sorge, die Legalisierung würde zu einer Verharmlosung führen. Wichtiger sei es, verstärkt auf Prävention zu setzen. Die Vertreter der anderen Parteien betonten hingegen die Vorzüge einer Legalisierung: Alkohol und Nikotin seien deutlich gefährlicher als Marihuana (Klein, Linke). Das Verbot kriminalisiere eine eine weit verbreitete Praxis und verhindere „sprudelnde Steuereinnahmen“ aus einem legalen Marihuana -Verkauf (Außendorf, Grüne). Die Frage, weiche Drogen zu nehmen, sei die Entscheidung des Einzelnen (Kleine, SPD). Außerdem könne nur eine Legalisierung bessere Qualitätsstandards garantieren (Houben, FDP).

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