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10.06.2017

FDP-Kreisverband Köln

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"Tut gar nicht weh"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Das städtische Leben ist eine Fundgrube. Eltern unterwegs mit Kindern überhaupt ein Quell der Inspiration. Gestern ging ein Vater mit Nachwuchs neben mir: Geschlecht des Kindes noch nicht auszumachen. Ist auch für diese Geschichte nicht wichtig. Das Kind flog auf die Nase und weinte. Der Vater zog seinen Sprössling hoch und sagte: Ist nicht schlimm, tut gar nicht weh. Woher wusste er das? Am liebsten hätte ich dem Erzeuger einen krachenden Tritt ans Schienbein gegeben. Auf sein Schmerzensgebrüll wollte ich ihm ins Gesicht lachen: Tut gar nicht weh!

Irgendwie erinnerte mich die Situation an Deutschland, wenn Sie wollen, auch Europa, seine Regierungen und seine Bürger. Die werden gerade von Terroristen mit Lastwagen zusammengefahren, mit Messern niedergestochen, mit Sprengstoff attackiert und die Regierenden erklären uns: Tut gar nicht weh. Innenminister Thomas de Maizière kommentiert: „Wir werden wohl auf lange Zeit mit dem Terror leben müssen. Gewöhnen an ihn werden wir uns nicht.“ Schöne Durchhalteparole mit bitterem Beigeschmack: Schützen können wir Euch nicht, aber ist nicht schlimm.

Wieso eigentlich müssen wir uns abfinden? Wieso unternimmt Deutschland nicht mehr Anstrengungen? Warum agiert Europa nicht in einem gemeinsamen Kraftakt? Die Islamisten führen Krieg gegen uns und wir päppeln sie im Schutz unserer Gesetze, die sie so sehr verachten. Sie kommen ohne Pässe, werden straffällig, aber wer erst einmal im Lande ist, bleibt. Trotz Merkels Versprechungen: Tatsächlich stagniert die Zahl der Abschiebungen.

Salafisten werben in deutschen Städten für ihre schräge Glaubensauffassung und die Gerichte wissen nicht, wie sie die Fanatiker stoppen können. Es gibt ca. 350 Haftbefehle gegen Islamisten in Deutschland, aber die Polizei wird ihrer nicht habhaft. Eine ARD-Nachrichtensprecherin berichtet, den Gesuchten würden keine Terrorakte angelastet, „nur“ Raub-, Drogen- und Gewaltdelikte. Tut nicht weh, oder was? Ein Psychologe, der traumatisierten Flüchtlingen half, wurde in dieser Woche von einem Syrer niedergestochen und starb. In den Medien fand das kaum Widerhall. Haben wir uns wirklich schon gewöhnt? Ich nicht!

Aber wie steht es um unsere Bundeskanzlerin. Das sind die Merkel-Sätze nach den sogenannten „feigen“ Attentaten: „Wir lehnen jede Art von Terror ab.“ Welche Arten von Terror gibt es denn zurzeit? Mit dem Kanzlerinnen-Weichspüler bleibt alles im Ungefähren. Es handelt sich um islamistischen Terror, Frau Merkel. Benennen Sie die Feinde, das ist ein erster Schritt zur Bekämpfung.

Theresa May platze in dieser Woche nach den Attentaten in London der Kragen: „Genug ist genug.“ Die britische Regierungschefin will im Kampf gegen den Terror notfalls Menschenrechte einschränken. Soweit sollte es nicht kommen. In Deutschland sieht die Verfassung allerdings Notstandsgesetze vor. Die Notstandsverfassung wurde angesichts der 68er-Unruhen erlassen, sie soll die Handlungsfähigkeit des Staates in Krisensituationen (Naturkatastrophe, Aufstand, Krieg) sichern. In Not sind wir schon, meine ich und, doch ja: Es tut weh.

Maren Friedlaender

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