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21.01.2017

FDP-Kreisverband Köln

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"Kein Schwein ruft mich an"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
„Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich.“ Ob Max Raabe dieses Lied mir widmete? Gestern las ich die lange Liste der Edlen und Wohlgesinnten, die von den Parteien zur Bundespräsidentenwahl entsandt werden. Ja, und ich? Im letzten Jahr feierte ich Jubiläum: 40 Jahre Steuerzahlungen ohne Pause. Eigentlich Zeit für eine kleine Geste. Ich wäre gern Wahlfrau. Aber: Kein Schwein ruft mich an.

Schlager-Oldie Roland Kaiser, der darf am 12. Februar nach Berlin fahren, geschickt von der SPD. Auch Peter Maffay, Carolin Kebekus, Harpe Kerkeling, Volker Pispers – warum die und nicht ich und warum überhaupt all die superlustigen Kabarettisten? Mehr Spaß im Reichstag? Bundes-Jogi Löw darf auch nicht fehlen oder kandidiert er? Löw käme sicher gleich im ersten Wahlgang per Blutgrätsche durch.

Wenn die FDP mich entsenden würde statt Frank Thelen, der hat irgendetwas mit der Show „Höhle des Löwen“ zu tun, ich würde Köln mit Herz, Leidenschaft und Grundsteuerzahlung gut vertreten. Macht jetzt Mariele Millowitsch. Unterstützt von den omnipräsenten, ewig jungen Kolleginnen Veronica Ferres, Iris Berben, Natalia Wörner. Überhaupt, warum so viele Schauspieler? Alles nur Bambi oder was?

Kurz vor den wichtigen Wahlen in 2017 reden die Politiker viel von der Mitte. Sie erinnern sich an die Kuh, die sie melken wollen, aber zur Buprä-Wahl schicken sie einen Travestie-Künstler – wie die Grünen. Hauptsache schön bunt. Mitte ist eben grau und langweilig und nicht mal im „Goldenen Blatt“ zu bewundern.

„Und ich frage mich, denkt gelegentlich jemand mal an mich?“ Singt Max Raabe. Ich könnte übrigens auch Bundespräsident, aber Bundespräsident ist wohl jetzt zu spät. Schade, ich hätte eine interessante Biografie zu bieten. Sicher spannender als die von Frank-Walter Steinmeier, obwohl ich keinen Doppelvornamen habe, auch keinen Doppelnachnamen. Leutheusser-Schnarrenberger – mit so einem Namen macht man Karriere oder eben Frank-Walter.

„Frank-Walter Steinmeier – die Biografie“, bringt der Herder-Verlag jetzt auf den Markt. Untertitel: Ein Leben zwischen Aktendeckeln oder so... Nichts gegen Steinmeier. Er wirkt immer so schön gefasst und sogar sein Leben wird Höhepunkte gehabt haben. Wie das von unserem Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff, über den es auch Biografien gibt. Zitat: "Wenn ich mein Pensum erfüllt habe, dann bin ich gern zu Hause, sitze noch am Schreibtisch, gucke ein bisschen fern oder trinke noch ein Glas Saft." Ich auch, allerdings lieber Rebensaft. Ich wäre eine Präsidentin, mit der man sich mal einen hinter die Binde kippen könnte. Aber kein Schwein ruft mich an.

Obwohl - vielleicht hat die Merkel es schon versucht. Vielleicht war ich nicht da. Vielleicht brauche ich einen Anrufbeantworter. Wahrscheinlich endet es dann so ähnlich wie bei Max Raabe „Die süße Stimme eines Mannes verrät mir und erzählt: Verzeihen Sie meine werte Dame, ich habe mich verwählt.“ Schade, vielleicht nächstes Mal oder so…

Maren Friedlaender

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