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26.11.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"Rent me, please!"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Wussten Sie, dass das Gehalt eines Abgeordneten Entschädigung heißt? Mich macht das misstrauisch. Wieso Entschädigung und wofür? Zum Beispiel Claudia Roth: Wenn ein Bundestagsfahrer die Tür ihrer Limousine aufreißt und die immer lustig gekleidete Roth fröhlich winkend einsteigt, komme ich gar nicht auf die Idee, sie müsse für irgendetwas entschädigt werden.

Neulich ist Frau Roth von Pegida-Demonstranten beschimpft worden. Vielleicht muss sie deshalb entschädigt werden. Alle Medien berichteten, die Pöbelei sei echt gemein gewesen, zumal die grüne Politikerin doch versuchte, mit den Demonstranten ins Gespräch zu kommen. Ich habe mir die Szene im Netz nochmal angeschaut. Tatsächlich sieht man die Abgeordnete auf die Demo-Teilnehmer zugehen, aber die Sender übertexteten, was die flotte Roth den protestierenden Bürgern als erstes zurief: „Es gibt ein bayerisches Sprichwort, das lautet: ‚Gott, lass Hirn vom Himmel regnen‘.“ Ich finde, das muss sich keiner von Frau Roth sagen lassen. Nicht mal ein Pegida-Anhänger. Und deshalb möchte ich ihr auch keine Entschädigung zahlen. Ein Gehalt oder Diäten sind okay.

Die Entschädigung erhält der Abgeordneten dafür, dass er die Meinung seiner Wähler im Parlament vertritt. Ich hoffte immer, Volksvertreter und Minister müssten uns auch für Rückfragen zur Verfügung stehen. Seit der „Rent-a-Rüttgers“-Affäre hege ich Zweifel. Oder seit der Sache mit Peer Steinbrück: Er kassierte 25.000 Euro für ein Gespräch bei den Bochumer Stadtwerken. Nur, dass Sie es verstehen: Städtische Unternehmen, insbesondere von Pleite-Kommunen, sind hauptsächlich dafür da, Politiker an ihrer Brust zu nähren.

Und nun also „Rent-a-Maas“. Das ist unser Justizminister. Den kann man beim SPD-Partei-Organ „Vorwärts“ buchen. Ist aber alles rechtens, las ich. Herr Maas twitterte, es sei für ihn nicht das Thema, wer so eine Veranstaltung organisiert, finanziert und wer teilnimmt. Verstehe ich: Für 7.000 Euro kann mir meinetwegen jeder Vollpfosten zuhören. Ahnungslosigkeit qualifiziert Maas übrigens ungemein für sein Amt. Falls Sie mal Lust haben, einen Politiker in Ihr Haus zu holen: Unsere NRW-Landesminister Duin und Groschek sind auch im Vorwärts-Katalog. Man weiß ja nie, wofür man so einen Politiker brauchen kann.

Keine Panik, es sind genug für alle da. Ein Unternehmer erzählte mir neulich, er sei bei einem CDU-Bundesminister zum Kamingespräch eingeladen. Das leuchtete mir ein. Der Unternehmer, dessen Name ich hier lieber nicht nenne, ist in einem Verband tätig. Da ist der Informationsaustausch mit Regierenden natürlich wichtig. Über das Wort „Einladung“ kann man streiten. Der Unternehmer sollte auf jeden Fall 3.000 Euro für den kuscheligen Abend in kleinem Kreis hinlegen. Da hat er dann lieber verzichtet.

Ich habe zu Hause auch einen Kamin und überlege mir jetzt, ob ich bald mal zum Kamingespräch in kleinem Kreis einlade - Politiker welcome. Den Mandatsträgern könnte ich zum Beispiel erklären, warum immer mehr Menschen in diesem Land die AfD wählen. Ich hatte daran gedacht, etwa 1.000 Euro pro Person zu nehmen, sozusagen zur Entschädigung – das finde ich vergleichsweise günstig oder so…

Maren Friedlaender

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