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09.06.2016

Stadt Köln

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Oberbürgermeisterin Reker erhält „Hildegard Hamm-Brücher Förderpreis“

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Henriette Reker
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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Henriette Reker
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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Henriette Reker
Vorbildlicher Umgang mit Migration
Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am gestrigen Mittwoch, 8. Juni 2016, den „Hildegard Hamm-Brücher Förderpreis“ erhalten. Seit 2009 richtet der Förderverein Demokratisch Handeln e.V. mit Unterstützung der Heidehof Stiftung GmbH, Stuttgart, jährlich den „Hildegard Hamm-Brücher Förderpreis für Demokratie Lernen und Erfahren“ aus. Der Preis steht in diesem Jahr unter dem Titel „Umgang mit Migration“. Die Laudatio hielt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die frühere langjährige Bundesministerin für Justiz und stellvertretende Vorsitzende der Theodor-Heuss-Stiftung.

Mit großer Freude nahm Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Preis entgegen. „Ihre Mut machenden Worte, liebe Frau Leutheusser-Schnarrenberger, werden mich künftig in meinem Tun für einen humanen Umgang mit Migrantinnen und Migranten und deren Integration in die Gesellschaft bestärken und begleiten“, so Reker.

„Sie, liebe Frau Dr. Hamm-Brücher, haben mit ihrem beeindruckenden Lebenswerk ein Leuchtfeuer der Demokratie entzündet, das uns und künftige Generationen leitet und beweist, dass es mehr braucht als Worte, um die Herrschaft des Volkes und die Grundrechte zu sichern. Sie haben uns gezeigt, woraus der Stoff der Freiheit und Demokratie gewebt werden muss: Sich nicht vorschnell in das Korsett populistischer Mehrheitsmeinung oder Parteiräson pressen zu lassen, unbeugsam und tolerant für die eigenen Überzeugungen zu stehen und schließlich wachsam zu sein gegenüber nazistischen Wiedergängern und anderen Bedrohungen unseres demokratischen sozialen Rechtsstaates.“

Vorstand und Geschäftsführung des Förderprogramms erklärten zur Preisvergabe: „Henriette Reker hat bereits als Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln eine engagierte Flüchtlingspolitik betrieben. Sie wies angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen zwar auf die hohe Belastung der Kommunen bei der Unterbringung und Versorgung hin und forderte Unterstützung durch den Bund. Gleichzeitig unterstrich sie die Chancen, die Köln und damit die Kommunen durch den Zuzug erhalten.

Sie warb für eine aktive statt für eine ängstliche Haltung, für eine schnelle Integration der Flüchtlinge. Sie setzte sich – zum Teil gegen heftige öffentliche Empörung – für die Unterbringung von Flüchtlingen in Hotels, auf Wohnschiffen oder in denkmalgeschützten Gebäuden ein. Henriette Reker sieht die Chancen der Globalisierung und der Migration, sie verteidigt integrative Konzepte der politischen Gestaltung dieser Herausforderung in Kommune und Zivilgesellschaft. Sie leistet damit einen grundlegenden Beitrag zur politischen Integration angesichts zunehmender Fremdenfeindlichkeit und einem erstarkenden politischen Populismus – das ist ein elementarer Beitrag zur Stärkung einer bürgerschaftlichen Demokratie und einer ihr entsprechenden Politik.“

Ebenfalls ausgezeichnet wurden zwei Schulen, beide Teilnehmer der 26. Lernstatt Demokratie. Das „Karlinchen-Projekt des Luise-Henriette-Gymnasiums Oranienburg“ (Brandenburg), ein Partnerschaftsprojekt der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten dieser Schule zu Flüchtlingskindern einer benachbarten Waldgrundschule sowie das Projekt „Weltoffen und bunt – Wir zeigen Flagge gegen demokratiefeindliche Strömungen“ der Städtischen Realschule Waltrop (Nordrhein-Westfalen) erhalten jeweils einen Sonderpreis.

Zur Festveranstaltung waren Gäste aus Politik und öffentlichem Leben sowie alle rund 120 Kinder und Jugendlichen mit ihren Lehrkräften und Begleitpersonen eingeladen, die an der „Lernstatt Demokratie“ teilnehmen. Die Preisverleihung wurde abgeschlossen mit einem Gespräch der Preisträgerin, der Laudatorin sowie mit Schülerinnen und Schülern.

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