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05.03.2016

FDP-Kreisverband Köln

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"Von Trump, Oper, Beck und Mars"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Das war die Woche des Wunderns. Aber alles schön der Reihe nach, so wie mir die Merkwürdigkeiten über den Weg liefen.

Im Untersuchungsausschuss zum Berliner Flughafen erinnerte sich Matthias Platzeck eigentlich an gar nichts. Komisch, da der SPD-Politiker einst doch Aufsichtsratsvorsitzender der „Flughafen Berlin Brandenburg GmbH“ war. Platzeck gab medizinische Gründe an: Nach seinem Schlaganfall 2013 habe man ihm geraten, sich gedanklich von Belastendem wie dem BER zu lösen. Wäre auch eine Erklärung im Fall der Kölner Bühnen. Zurzeit kann sich ja nicht mal irgendwer erinnern, je für den Bau verantwortlich gewesen zu sein. Alles auf ärztliches Anraten?

Komisch, dass Zölibatäre so gern über Sexualität und Ehe reden? Das ist, als ob man Donald Trump über Hair-Styling befragte. Die katholischen Geistlichen können von den Themen einfach nicht die Finger lassen. Eine zweite Ehe geht gar nicht, meinte Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller, auch Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, früher „Heilige Inquisition“ genannt. Nicht solange der erste Ehepartner noch lebe, ergänzte der Großinquisitor in einem Interview. Was war das denn? Aufruf zum Gattenmord? Für die Bemerkung erhält der Kardinal eine Freikarte für „Spotlight“.

Apropos Trump - man wundert sich schon, was für Probleme manche Leute haben. Trump ärgert sich, dass sein Vermögen zu klein geschätzt wird. Im Forbes-Ranking der Superreichen steht er mit seinen popligen 4,5 Milliarden Dollar nur an 405. Stelle. Gegen die 75 Milliarden von Bill Gates siehst Du tatsächlich mickrig aus, Donald. Heul doch! Wenigstens untenrum scheint bei Trump alles okay. Weder die Hände, noch irgendetwas anderes an ihm sei klein, versicherte er in einem Rededuell: „Kein Problem, ich garantiere es.“ War mir neu, dass in den USA Penisvergleiche jetzt zur Kandidatenkür gehören.

In der Kölner Philharmonie wurde am Sonntag der iranische Cembalist Mahan Esfahani beim Vortrag eines Steve-Reich-Stückes rüde niedergeklatscht. Also, dass wundert mich nun wirklich. Bei meinen vielen Philharmonie-Besuchen habe ich sowas nie erlebt, obwohl oft Radikaleres gespielt wurde. Ich erkläre mir den Vorfall ganz anders. Bei Steve Reichs „Piano Phase“ gerieten die zumeist älteren Konzertbesucher in Panik: Sie fürchteten, unter Tinnitus zu leiden. Hören Sie einfach selbst mal rein.

Die Firma Mars startete eine gigantische Rückrufaktion. In den Riegeln wurden Plastikteile entdeckt. Ich wusste gar nicht, dass da auch noch was anderes drin ist.

Und nun zu Volker Beck. Zwei Dinge wundern mich. Wie schnell der grüne Bundestagsabgeordneten seine Fraktionsämter abgab, aber am Mandat festhält. Offensichtlich fühlt er sich seinen Wählern weniger verpflichtet als den Parteikollegen. Und Becks Erklärung, er habe sich immer für eine liberale Drogenpolitik eingesetzt. Das ist ungefähr so, als wasche sich ein Taschendieb mit der Aussage rein, er habe schon immer für eine Umverteilung des Kapitals gekämpft. Eine ganz neue Form des Rechtsverständnisses. Okay für den Taschendieb, aber für ein MdB? Irgendein Professor fand schnell eine Entschuldigung für Beck: Der arme überlastete Abgeordnete hole sich mit Drogen verbrauchte Energie zurück. Klar, seit es keine Marsriegel mehr auf dem Markt gibt…

Maren Friedlaender

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