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08.08.2015

FDP-Kreisverband Köln

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„Ich bin’s nicht gewesen und ich war auch nicht dabei!“

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„…oder so“ – die Kolumne von Maren Friedlaender
Wenn man als jüngstes von fünf Kindern aufwächst, hat man im zarten Alter von sechs Jahren so ziemlich alles gelernt, was der Mensch braucht, um sich im Leben durchzuschlagen. Man weiß, dass die „Schwarze-Peter-Karte“ an der oberen Ecke ein bisschen geknickt werden muss.

Und wenn nach der Küchenverwüstung die Frage im Raum steht: „Wer war das?“, da reicht es nicht zu rufen: „Ich nicht!“ - „Ich nicht“ hilft gar nichts. Da kommt sofort ein „Du warst aber dabei“. Die Eltern sind ja auch nicht blöd. „Ich bin’s nicht gewesen und ich war auch nicht dabei“ - so heißt der Satz, mit dem man sich von aller Schuld reinwäscht.

Nee, lieber Herr Oberbürgermeister und liebe Kölner Opernverantwortliche, Sie müssen noch viel lernen. Und die Aussage der Kulturdezernentin: „Wir alle haben eine Gesamtverantwortung und wir teilen uns das.“ Geht gar nicht. Nicht mal ein guter Versuch, Frau Laugwitz-Aulbach – setzen und 100 Mal den Satz niederschreiben: „Dezernent kommt aus dem Lateinischen: ‚decernens‘ - ‚bestimmend‘, ‚entscheidend‘“. In Schönschrift, bitte! Oder den „Schwarzen Peter“ zinken und ihn weiterschieben. Vielleicht klappt’s ja.

Die in der SPD können das, die beherrschen solche Spielchen. Sowas haben die schon in den 68er Kinderläden gelernt. SPD-Fraktionschef Martin Börschel redete im Hauptausschuss von einem „Verantwortungs-Wirrwarr“. Die Beteiligten seien offenbar in die Katastrophe hineingeschlittert. „Es ist nur wichtig, dass überhaupt jemand mal eine Verantwortung übernehmen will“, sagt Börschel. Super! „Ich bin’s nicht gewesen und ich war auch nicht dabei.“ Hätte ich nicht besser machen können. Ob der Börschel auch das jüngste von fünf Kindern ist?

Welcher Partei gehört Herr Börschel doch gleich an? Und wer regiert nochmal die Stadt? Ach so, gemeinsam mit den Grünen. Pech gehabt, die kennen den Trick mit dem Zinken des Schwarzen Peters ganz genau. Von einer „Kultur der Verantwortungslosigkeit“ sprach Brigitta von Bülow, kulturpolitische Sprecherin der Grünen. Ja, die Grünen, die können’s auch: weg mit dem Schwarzen Peter! Ich wollte den auch nie haben. Wer am Ende darauf sitzen blieb, bekam einen schwarzen Punkt ins Gesicht gemalt. Grausam, diese Kinderspiele.

Apropos Kinderspiele: Die Firma Ravensburg bringt – wie man hört – jetzt eine aktualisierte Version des Hütchenspiels heraus, extra für die Spitzen der Verwaltung: „Das Oberverantwortungs-Hütchen-Spiel“, bald auch als Online-Version. Da wird sich die Kulturdezernentin aber freuen und Tantiemen kassieren. Ist schließlich ihre Idee gewesen. Vielleicht musste sie deshalb nach Ravensburg und Bayreuth, wofür sie diese Woche auch noch Zeit hatte, war nur ein kleiner Abstecher auf dem Weg.

Übrigens: Ich spiele immer noch so so gern. Hoffentlich sagt mir jemand Bescheid, wenn sie in der oberen Kölner Verwaltungsetage mit dem schönen Gesellschaftsspiel „Die Reise nach Jerusalem“ beginnen.

Maren Friedlaender

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