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27.06.2015

FDP-Kreisverband Köln

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"Steuern? – Da geht noch was!"

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„…oder so“ – Die Kolumne von Maren Friedlaender
Politikern wird oft zu viel Fantasie beim Erfinden von Steuern vorgeworfen. Das finde ich ungerecht. Meines Erachtens herrscht eher ein Mangel an Fantasie. Es laufen noch viel zu viele Menschen ganz unbehelligt vom Finanzamt durch deutsches Hoheitsgebiet.

Nehmen Sie zum Beispiel Fußgänger: Die bewegen sich in unserer Stadt völlig abgabenfrei, sagen wir mal, vom Kümpchenshof zur „Großen Budengasse“. Oder die Radfahrer: Keinen Cent führen die ab. Da geht doch noch was. Wie diese beiden Gruppen den Staat schädigen – darüber muss man mal nachdenken. Sie entziehen den öffentlichen Kassen Benzinsteuer, Mehrwertsteuer, Parkgebühren, Blitzer-Einnahmen, machen KFZ-Betriebe und ADAC arbeitslos, beuteln die Wirtschaft durch den Nichtverschleiß von Autos – um nur ein paar Beispiel zu nennen. Geben Sie zu, das haben sie bisher nicht bedacht.

Und die Nerven, die die sparen. Ich bin gerade über die Gürtel Richtung Süden nach Hause gefahren. Von 30 Ampeln hatten gefühlt 35 rot. Da kann man schon mal die Contenance verlieren! Aber ich zahle brav in die Steuerkassen ein für mein Auto, inklusive Flokati-Teppich, Lenkradschoner und 1.FC-Aufkleber. Fußgänger-Steuer? Nix, null, niente!

Oder die Nichtraucher, diese Egoisten. Denken Sie nur an den Ausfall der Tabaksteuer. Abstinenzler – ganz schlimm. Keinen Euro Alkoholsteuer – da machen die sich gar keinen Kopf. Unser einer muss das alles ausgleichen. Und was ist eigentlich mit den Vegetariern, Kanarienvogelbesitzern, den Rosenzüchtern, Bücherwürmern und Briefmarkensammlern? Alles Steuer freier Spaß? Man sieht: Es gibt noch viel zu tun.

Immerhin, die Sache mit der sogenannten „Sexsteuer“: Da hatte endlich mal einer eine gute Idee. Das bringt doch was. Der Stadt Köln, so wurde gerade bekannt, spült das jährlich 1,1 Millionen Euro in die Kasse. Allerdings – es könnte mehr sein. Warum bitte „Sexsteuer“ nur auf Prostitution erheben? Offiziell ist sie als „Steuer auf sexuelle Vergnügungen“ deklariert – da könnte man wirklich, da sollte man doch einfach alle… Also, alle, die… Da käme dann wirklich was zusammen.

Wie wir das seismografisch erheben? Dürfte kein Problem sein, heutzutage, mit all den technischen Möglichkeiten. Hören wir einfach beim BND nach, aber nein, die haben wahrscheinlich wie immer von nix eine Ahnung und müssen bei den Kollegen in den USA fragen. Also besser gleich bei der NSA anklopfen. Die machen das schon. Die wissen das sicher alles sowieso.

Maren Friedlaender

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