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18.02.2008

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

"Forum Culturale"

Das ehemalige Kaushaus Kutz am Rathaus
Das ehemalige Kaushaus Kutz am Rathaus
Das ehemalige Kaushaus Kutz am Rathaus
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Das ehemalige Kaushaus Kutz am Rathaus
Kaufhaus Kutz Standort für Kunst- und Museumsbibliothek mit dem Rheinischen Bildarchiv und Fondation Corboud

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat folgenden Antrag auf die nächste Sitzung des Rates setzen lassen.

Der Rat der Stadt Köln möge beschließen:

1. Das Gelände des ehemaligen Kaufhauses Kutz wird zu einem „Forum Culturale“ entwickelt, um dort einen Neubau für folgende Institutionen zu errichten:
- die Kunst- und Museumsbibliothek mit dem Rheinischen Bildarchiv
- 1000 qm Ausstellungsfläche für das Wallraf-Richartz-Museum / Fondation Corboud
- und weitere kulturelle Nutzungen.

2. Die Verwaltung bereitet bis zum Ende des Jahres 2008 auf der Grundlage der vom Rat im Jahr 2003 in Auftrag gegebenen Prüfungen dieses Vorhabens, einen städtebaulichen und architektonischen Wettbewerb vor, dessen Ergebnis im Laufe des Jahres 2009 vorliegen soll.

3. Die Realisierung des Vorhabens soll unmittelbar an die Räumung des Geländes durch die KVB im Jahr 2010 anschließen, damit eine Brachfläche für längere Zeit an dieser zentralen Stelle vermieden wird.

Begründung:

Der Ausschuss Kunst und Kultur / Museumsneubauten hat am 02.10.2001 die Verwaltung beauftragt, künftige kulturelle Nutzungen des Geländes des ehemaligen Kaufhauses Kutz zu prüfen. Zwei Jahre später, am 04.09.2003, ist dieser Prüfauftrag auf Initiative der FDP konkretisiert worden, indem ausdrücklich eine Prüfung der Unterbringung der Kunst- und Museumsbibliothek und des Rheinisches Bildarchiv als Teil eines „Forum Culturale“ gefordert wurde. Damit sollte der Erkenntnis Rechnung getragen werden, dass die derzeitige dezentrale und heillos beengte Unterbringung dieser europäisch bedeutenden Institution unwürdig ist. Die Aussprache im Ausschuss für Kunst und Kultur / Museumsneubauten am 11.09.2007 hat anlässlich einer Situationsdarstellung durch die Direktorin der KMB, Dr. Elke Purpus, den fraktionsübergreifenden Konsens eindrucksvoll bestätigt.

Der Oberbürgermeister hat Herrn Gérard Corboud mit Schreiben vom 17.01.2007 versichert, dass er sich mit Nachdruck für die Bereitstellung ausreichender Erweiterungsflächen für das Wallraf-Richartz-Museum verwenden wird. Diese Zusage ist Teil der städtischen Verpflichtung gegenüber Herrn Corboud im Gegenzug für die Überlassung seiner Sammlung. Es gäbe einen breiten politischen Konsens, die Flächen des ehemaligen Kaufhauses Kutz einer kulturellen Nutzung auch für das Wallraf-Richartz-Museum zuzuführen. Die Planungen zur Gestaltung des Rathausvorplatzes seien angelaufen. Dazu gehöre auch die Fläche des ehemaligen Kaufhauses Kutz.

Der Umstand, dass das Gelände bis zum Jahr 2010 als Baustellenbereich für die Erstellung der Nord-Süd-Stadtbahn durch die KVB genutzt wird, hätte ausreichend Zeit für die Vorstellung und Diskussion von Prüfergebnissen geboten. Bis zum heutigen Tag hat die Verwaltung keine Beschlussvorlage bzw. zumindest Diskussionsvorschläge für die künftige Nutzung vorgelegt. Dass es am Willen für eine zügige Anschlussplanung fehlt, lässt sich deutlich am Ende des entsprechenden Abschnittes im Halbjahresbericht des OB ablesen:

„Die Baustelleneinrichtung wird noch bis zum Ende des Jahres 2010 auf dem Gelände des Hauses Kutz verbleiben. Erst dann kann mittels eines städtebaulichen und architektonischen Wettbewerbs über die Neubebauung des Areals entschieden werden.“ (Halbjahresbericht, Stand 30.06.2007, S. 324)

Dieser Aussage ist deutlich zu widersprechen. Die Entscheidungen zur Nutzung müssen unverzüglich getroffen werden, damit ein entsprechender Wettbewerb und die anschließenden Ausführungsplanungen parallel zur Baustellennutzung durchgeführt und die Bauarbeiten nach Abzug der KVB unverzüglich begonnen werden können. Die jetzt verbleibenden zwei Jahre können dafür gerade noch ausreichen. Es ist deshalb erforderlich, die bisher gültigen Prüfaufträge in einen konkreten Realisierungsbeschluss zu überführen. Das Entstehen einer Brachfläche im Herzen der Stadt nach dem Vorbild des „Kölner Lochs“ muss unter allen Umständen vermieden werden, um Köln nicht erneut der Lächerlichkeit preiszugeben.

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