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03.03.2004

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Offene Ganztagsgrundschule als Bildungsinstitution

Beschluss der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln und des Fraktionsarbeitskreises (FAK 4 - Schule und Jugend) vom 3.3.2004

FDP für eine Offene Ganztagsgrundschule (OGGS) als Bildungsinstitution

FDP gegen die Schließung der Hortplätze

Ohne Zustimmung der FDP hat der Rat der Stadt Köln die Streichung der etwa 7.500 in Köln vorhandenen Hortplätze bis 2007 beschlossen. Die Schließungen der Horte bis 2007 wurde im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes von CDU und Grüne im Rat beschlossen. Die FDP lehnt diese Grundsatzentscheidung weiterhin ab.

Während bis 2007 alle 7.500 Hortplätze wegfallen sollen, wird parallel die Offene Ganztagsgrundschule (OGGS) ausgebaut. Noch im Jahr 2004 sollen etwa 30 Schulen zur OGGS ausgebaut werden. Die FDP plädiert dafür, dass Schulverwaltung und Jugendverwaltung möglichst eng verzahnt den Übergang koordinieren. Die OGGS sollen dort entstehen, wo Hortplätze wegfallen.

Offene Ganztagsgrundschule soll Bildung leisten!

Die FDP unterstützt die Elterninitiativen in der Kritik, dass die OGGS einen signifikanten Qualitätseinbruch bedeutet. Während in Horten qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher in einem Betreuungsverhältnis von 1 zu 10 arbeiten, übernehmen in den OGGS weniger qualifizierte Kräfte in einem Verhältnis von 1 zu 50 Kindern die Betreuung.

Der Bildungscharakter der bisherigen OGGS ist vollkommen unter die Räder geraten. Es entsteht der Eindruck, dass die OGGS nur „Verwahrung“ aber keine Bildungsleistung erbringt, denn hier ist nur eine Verknüpfung verschiedener Betreuungsmaßnahmen vorgesehen. PISA hat aber bessere und umfassendere Bildung verlangt. Aus Sicht der FDP soll sich die OGGS zu einer wirklichen Ganztagsgrundschule als Bildungsinstitution und als alternative Wahlmöglichkeit zur Vormittags-Grundschule weiterentwickeln.

Die OGGS soll aus Sicht der FDP folgende Grundstruktur aufweisen:
· Wahlfreiheit der Eltern: Vormittagsgrundschule oder Ganztagsgrundschule (damit entfallen auch die starren Schulbezirksgrenzen)
· In der OGGS: Unterricht auf Vor- und Nachmittag verteilt. Unterricht von Lehrern und pädagogische Förder- und Freizeitangebote von ausgebildeten und geeigneten Kräften (Sozialarbeitern, Sozialpädagogen usw.)
· Die einzelnen OGGS sollen sich jeweils einem gesetzten Profile verpflichtet fühlen. Z.B. Englisch ab der ersten Klasse, musische Bildung, Naturwissenschaften oder Sport.

Der Vorschlag einiger Eltern, beim Aufbau der OGGS verstärkt auf die Mitwirkung von Vereinen und Elterninitiativen zu setzen, wird von der FDP unterstützt. Von Seiten der Stadt und der Schulen wurde die Bereitschaft der Eltern zur Mitwirkung an der OGGS aber nicht aufgegriffen. Deshalb soll die Schul- und Jugendverwaltung eine Koordinierungsfunktion übernehmen und das Engagement von Sportvereinen, von offenen Jugendeinrichtungen und von freien Trägern und Elterninitiativen unterstützen und initiieren.

FDP gegen Wegfall der Angebote für 10 bis 14jährige

Hinsichtlich der beschlossenen Streichung der Übermittagsbetreuung in Jugendeinrichtungen für Schulkinder von 10 bis 14 Jahren wird die FDP gemeinsam mit den Elterninitiativen Widerstand leisten. Hier soll von CDU und Grüne ein Angebot zerschlagen werden, ohne nur eine einzige Kompensation zu schaffen. In ganz Köln wird es ab 2005 kein einziges Regelangebot für Kinder zwischen 10 und 14 Jahren geben. Das muss sich ändern!

Die FDP wird für den Vorschlag werben, 2 Mio. € für die Betreuung von Kindern zwischen 10 und 14 in den städtischen Haushalt zu stellen. Mit diesen relativ geringen finanziellen Mitteln könnte wieder eine Übermittagsbetreuung in den Jugendeinrichtungen gewährleistet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Kinder die vielfältigen Angebote der offenen Jugendarbeit in den Jugendzentren nutzen können. Voraussetzung hierzu ist allerdings, dass keine weiteren Jugendzentren geschlossen werden.

Die FDP ergreift im Jugendhilfeausschuss und Schulausschuss der Stadt Köln die Initiative für ein neues Programm „Förder- und Betreuungsangebote für 10 bis 14jährige Schulkinder“.

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