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31.10.2001

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Einstieg in die Ost-West-U-Bahn

Die FDP-Fraktion hat folgende Anfrage auf die Tagesordnung des kommenden Stadtentwicklungsausschusses setzen lassen:

Im Rahmen eines Besuches der FDP-Fraktion im Informationsbüro der Nord-Süd-Stadtbahn auf der Severinstraße wurde u.a. auch die Planung für die künftige Kreuzungshaltestelle der Nord-Süd-Stadtbahn mit der Ost-West-Strecke vorgestellt. Hier soll die Haltestelle der projektierten Ost-West-U-Bahn bereits im Rahmen der Baumaßnahmen für die Nord-Süd-Stadtbahn in der Minus-Eins-Ebene errichtet werden, ohne jedoch in Betrieb genommen zu werden. Vielmehr soll der Zustand an der Oberfläche mit der oberirdischen Stadtbahntrasse wieder hergestellt und die künftige Haltestelle als Verteilerebene genutzt werden.
Dies erscheint volkswirtschaftlich, verkehrlich und stadtgestalterisch wenig sinnvoll. Es ist aus unserer Sicht zu überlegen, die Haltestelle als ersten Schritt der Ost-West-U-Bahn in Betrieb zu nehmen, denn für den Anschluss an die bereits im Untergrund bestehende Rampe westlich der bestehenden Haltestelle Heumarkt fehlen nur wenige Meter und in Richtung Neumarkt müsste nur eine Rampe aus der neuen Haltestelle an die Oberfläche gebaut werden, um diese vor der Kreuzung mit der Nord-Süd-Fahrt wieder zu erreichen. In diesem Zusammenhang bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie stark wäre die Steigung der Strecke zwischen der neuen Verknüpfungshaltestelle und der Nord-Süd-Fahrt, wenn dort eine provisorische Rampe angelegt würde, oder um wie viele Meter müsste die neue Haltestelle nach Osten verschoben werden, um den Richtlinien entsprechend zu trassieren?
2. Welche Kosten verursacht die Wiederherstellung der Stadtbahntrasse an der Oberfläche (incl. der Finanzierungskosten für die ungenutzte Haltestelle bis zu einer möglichen Inbetriebnahme der kompletten Ost-West-U-Bahn im Jahre 2020) im Vergleich zur Inbetriebnahme der Haltestelle durch Anbindung an die bestehende Rampe westlich der Haltestelle Heumarkt und Schaffung einer provisorischen Rampe in Richtung Neumarkt?
3. Wie viele Unfälle mit bzw. ohne Personenschäden sind in den letzten 5 Jahren zwischen der bestehenden Haltestelle Heumarkt und der Kreuzung mit der Nord-Süd-Fahrt unter Beteilung der Stadtbahn passiert?
4. Welchen stadtgestalterischen (Via Culturalis ohne Stadtbahntrennung) und verkehrlichen Nutzen (Einfahrt des Individualverkehrs von der Cäcilienstraße in die Altstadt bzw. Ausfahrt aus der Altstadt in die Pipinstraße in der Höhe Kleine Sandkaul sowie Fußgängerüberquerung in Höhe Hohestraße ohne Kreuzung der Stadtbahntasse) hätte eine möglichst frühzeitige Tieferlegung der Ost-West-Strecke in diesem Bereich?
5. Wie beurteilt die Verwaltung den Vorschlag des Stadtkonservators, die neue Kreuzungshaltestelle „Kapitol“ statt „Heumarkt“ zu nennen, da dies der historischen Bedeutung des Ortes Rechnung trägt (siehe den Namen der wichtigen Kölner Altstadtkirche "St. Maria im Kapitol", die auf den Fundamenten des römischen Kapitolstempels steht), die neue Bezeichnung insbesondere für ausländische Gäste leicht eingänglich wäre, die neue Haltestelle mit dem Heumarkt nicht mehr viel zu tun hat und außerdem so die heute insbesondere bei Ortsfremden häufig auftretende Verwechslung mit dem Neumarkt ausgeschlossen wäre?

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Reinhard Houben, MdB zum Thema Plattformökonomie

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