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08.10.2001

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Suchtprävention im Karneval

Anfrage der FDP-Fraktion zur nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Neben der Einrichtung neuer Maßnahmen der Drogenhilfe wurden in den letzten Jahren auch die Bemühungen in der Suchtprävention ausgebaut. So wurde in den letzten Jahren eine Kampagne unter dem Motto „Keine Kurzen für Kurze“ durch-geführt. Diese Kampagne, die sich an die Mitarbeiter von Gaststätten, Einkaufsmärkten und Getränkehändler richtet, soll dazu führen, dass insbesondere in der Karnevalszeit Alkohol und Branntwein nicht an Kinder und Jugendliche verkauft wird.

Zu Beginn der heißen Karnevalstage an Weiberfastnacht hat sich in Köln in den letzten Jahren das Problem ergeben, dass keine speziellen Karnevalsveranstal-tungen für Kinder und Jugendliche tagsüber angeboten wurden. Kinder und Jugendliche hatten keine Alternativen zu den Veranstaltungen der Erwachsenen, auf denen in der Regel relativ viel Alkohol konsumiert wird. So sind außerordentlich viele Kinder und Jugendliche mit überhöhtem Alkoholkonsum bereits nachmittags an den Weiberfastnachttagen aufgefallen. Mit einer Großveranstaltung auf dem Neumarkt („Jeck Dance“) sollte diesem Trend in den letzten beiden Jahren entge-gengewirkt werden. Nach Auskunft der Verwaltung sind die Erfahrungen mit die-ser Veranstaltung positiv zu werten.

Das Ausrichten der Veranstaltung „Jeck Dance“ wurde in den letzten Jahren durch den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband initiiert. Ziel war es dabei, verschiedenen Sponsoren und Initiatoren zusammenzubringen, die die Finanzierung der Veranstaltung sichern. Aus Sicht der FDP sollten beide Initiativen, „Keine
Kurzen für Kurze“ und „Jeck Dance“ auch in den nächsten Jahren wieder erfolgreich durchgeführt werden.

Um den Erfolg dieser Veranstaltung auch für die nächsten Jahre zu sichern, bitten wir die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen:

1. Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung vor, inwieweit die Kampagne „Keine Kurzen für Kurze“ bzw. die Veranstaltung „Jeck Dance“ ihre jeweiligen Ziele erreicht hat? Welche konkreten Ziele sollten mit beiden Initiativen erreicht werden und inwieweit wurden diese Ziele in den vergangenen Jahren erfüllt?

2. Welche Kosten sind für beide Initiativen jeweils einzeln entstanden, mit welchen Kostenanteilen hat sich jeweils die Stadt Köln beteiligt und in welchem Umfang wurden Sponsorengelder und Spenden akquiriert?

3. Inwieweit ist davon auszugehen, dass auch in den nächsten Jahren ausreichende Sponsorenmittel und Spenden eingeworben werden, damit beide Initi-ativen auch in den nächsten Jahren finanziert werden können?

4. Welcher federführende Träger wird in den nächsten Jahren die jeweiligen Initiativen durchführen und welche Kostenkalkulationen liegen für das Jahr 2002 vor?

5. Inwieweit ist es aus Sicht der Verwaltung möglich, die Akquise von Spenden und Sponsoren zu erhöhen (durch Spendenaufrufe, durch Spendensammlung bspw. auf der Prinzenproklamation)?

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