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18.01.2018

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Bienenfreundliches Köln

Die antragstellenden Fraktionen baten darum, folgenden Änderungsantrag in die Tagesordnung der nächsten Ausschusssitzung zu nehmen:

Beschluss:

1. Angesichts des in Deutschland zu beobachtenden bedrohlichen Insektensterbens und allgemein schwieriger gewordenen Möglichkeiten für das Überleben von Insekten, richten die zuständigen Ämter der Stadt Köln ihre Handlungsweisen auch an dem Ziel besserer Bedingungen für Insekten aus.

2. Auf geeigneten städtischen Flächen werden sogenannte „Insektennisthilfen“ aufgestellt. Die Verwaltung schlägt entsprechende Flächen vor. Prioritär sollen Schulen und KiTas wie auch Bürgerhäuser solche Insektennisthilfen angeboten werden, auch um die Bedeutung von Insekten bereits im Kinder- und Jugendalter sichtbar zu machen. Wenn möglich sollen Insektenhotels in Zusammenarbeit von Berufskollegs und Schulen selber gebaut werden. Die Verwaltung nimmt hierzu Kontakt auf.
Hierbei sollen möglichst vorhandene abgelagerte Holzbestände/-stücke genutzt werden, die durch das Bohren von mehreren, unterschiedlich großen Löchern das Nisten von Insekten ermöglichen.

3. Um Insekten genügend Nahrung zu bieten, überprüft die Verwaltung ihre Bepflanzung, auf Kita- und Schulgeländen und Grünflächen (z. B. insektenfreundliche Stauden) ebenso wie ihr Scherrasen- und Wiesenmanagement. Beim Einkauf von Saatgut, Zier- und Gehölzpflanzen etc. wird verstärkt auf Insektenfreundlichkeit geachtet.
Die Verwaltung wird beauftragt weitere sog. Blühstreifen auf städtischen Flächen zu initiieren.

4. Bei den anstehenden Neu- und Umbauten von Schulen und sonstigen städtischen Gebäuden sind ökologische Aspekte direkt zu berücksichtigt. Das Belassen eines größeren, unversiegelten Geländes zur Anlage eines Schulgartens, sowie die Grüngestaltung mit hei-mischen Arten sind hier grundsätzlich zu setzen.

5. Die Verwaltung berichtet innerhalb eines Jahres den Ratsgremien über die entsprechend der genannten Zielrichtung eingeleiteten Maßnahmen und ihre Umsetzung sowie über eine weitere Strategie der Öffentlichkeitsarbeit.

Begründung:

Seit einiger Zeit muss man in Deutschland ein bedrohliches Insektensterben beobachten. Die Fluginsekten sind in Nordrhein-Westfalen um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Mit der europaweiten beobachteten Abnahme der Insektenzahlen geht eine Verminderung von Ökosystemleistung einher. So ist u.a. die natürliche Bestäubung von Pflanzen und damit auch unsere Nahrungsgrundlage bedroht. Aber auch auf Vögel hat die Insektenabnahme eine Bedeutung, da auch sie eine ihrer Nahrungsquellen verlieren. Eine Gegenstrategie hierzu ist die, vom Ausschuss Umwelt u. Grün beschlossene, Erweiterung der Naturwaldbereiche in Köln. Hier wird der für Insekten wichtige Totholzanteil zunehmen.

Die Kommune trägt eine wichtige Verantwortung in ihrer Art der Bepflanzung, des Grünflächenmanagement und der Bereitstellung von Nisthilfen. Köln ist Mitglied im Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt e.V."
Unter dem Motto „Pflanzt Futter für Wildbienen“ hat das Kölner Umwelt- und Verbraucheramt 2017 einen vielbeachtete Kampagne für die Wildbienen gestartet., diese soll weiter unter-stützt und gefördert werden.

Durch die Installierung von Nisthilfen in Schulen und KiTas soll die Chance ermöglicht wer-den, das Thema und die Bedeutung von Insekten auch pädagogisch in Erziehung und Bildung einzubeziehen. Insektenstiche sind bei Wildbienen und anderen solitären Hautflüglern ebenfalls kein Thema. Solitäre Hautflügler sind friedlich und stechen nur zur ultimativen Selbstverteidigung, d.h. wenn man sie quetscht, in die geschlossene Hand nimmt oder an Beinen oder Flügel festhält. Sonst kann man jedwede Aktion in der Nähe betreiben - oder in aller Ruhe die Tiere aus nächster Nähe beobachten – ohne gestochen zu werden. Insektenhotels brauchen keine Betreuung. Nisthilfen können an einer trockenen, besonnten Häuserwand aufgehängt auf dem Gelände von Schulen und Kindergärten aufgestellt werden. Sie benötigen über viele Jahre keine Wartung.

Die Stadt Köln hat auf ihrer empfehlenswerten Internetseite viele Anregungen für die Bevölkerung: http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/umweltbildung/wildbienenschutz-aktiv-ganz-koeln-macht-mit


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